Bad Kissingen
Summertime 1

Die Musik Kubas im Bad Kissinger Kurgarten

Zwei Abende lang gehörte der Kurgarten in Bad Kissingen allen Musikliebhabern. Am Freitagabend gab es kubanische Rhythmen bei Bratwurst und Bier mit der Salsa-Band "SonRicoSon".
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Salsa-Musik im Kurgarten: Da kann man die Füße nicht still halten. Foto: Peter Klopf
Salsa-Musik im Kurgarten: Da kann man die Füße nicht still halten. Foto: Peter Klopf
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Die "Summertime" - die Sommerzeit - ist im Kurgarten in der Saalestadt seit Jahren eine willkommene Bereicherung des Kulturlebens. Der Kurgarten bildet dafür einen pittoresken Raum, um bei heißen Rhythmen, Bier und Bratwurst einen lauen Sommerabend zu genießen.
Den Auftakt für das "Summertime-Wochenende" machten am Freitagabend die sieben Musiker von "SonRicoSon". Die Salsa-Band präsentiert kubanische Musik in Deutschland, wie man sie nur von den wirklich guten
Original-Bands aus Kuba kennt. Mit einer Besetzung vom Trio bis zum Septett spielt die Band ein umfangreiches und vielseitiges Repertoire. Ihre Präsentation bestand in Bad Kis singen aus einer ausgewogenen Mischung von traditionellem, kubanischem Son, Salsa-Klassikern bis hin zur Timba Cubana.


Der Rhythmus sprang über

Sehr schnell sprang im Kurgarten der Rhythmus auf die Zuhörer: Lebensfreude, Bewegung und Sinnlichkeit waren spürbar. Es roch nach heißer Nachtluft, in den Bildern im Kopf kreuzten alte Ami-Schlitten durch die morbiden Straßen von Havanna.
Neben vielen Eigenkompositionen und Klassikern - à la Buena Vista - spielte "SonRicoSon" auch Titel der internationalen Salsaszene und Latin Jazz Standards. Außer der musikalischen Vielfalt wurde eine Tanzshow von zwei attraktiven professionellen Tänzerinnen aus Kuba geboten. Leadsänger Osmel Rodriguez aus Trinidad war auch Sänger der renommiertesten Band Kubas, "Soneros del Valle". Seine eigenen Kompositionen sind bis heute in den Radiosendern des Landes zu hören.


Die Musiker

Einen ganz außergewöhnlichen elektronischen Kontrabass spielte der Kubaner Edel Nieves. Er ist Mitbegründer von "Soneros del Valle" und hat die traditionelle Tres-Gitarre, dreiseitige Gitarre, studiert. Der Querflötist Milton Flores aus Ecuador sucht nach einer Verbindung zwischen der lateinamerikanischen Musik und dem Rock, Pop und Jazz. Der Schweizer Ravi Pagnamenta hat viele Jahre in Kuba den afrokubanischen Percussion-Rhythmus gelernt. Auch die beiden deutschen Musiker, Jazzpianist Christian Hummel aus Grünwald und der Trompeter Albrecht Huber aus München, haben sich diesem Musikstil bereits seit Jahren verschrieben.


Kurzer Regenschauer störte nicht

Mit Spielfreude, Energie und den typischen kubanischen Rhythmen gewann die Salsaband mit ihren beiden Tänzerinnen sofort die Herzen der Zuhörer. Wagten sich am Anfang wenige Tänzer auf die Freifläche vor der Bühne, so wurden es mit Fortdauer des Konzertes immer mehr. Da störte ein kurz einsetzender Nieselregen wenig.
Elisabeth Bänder aus Darmstadt war jedenfalls begeistert: "Die Musik ist super. Sie ist schwungvoll, man muss einfach mitswingen. Um richtig zu tanzen, müsste man einen Salsa-Kurs machen. Den habe ich nicht. Ich improvisiere halt. Auch so macht Tanzen Spaß." Der Abend klang in einer sehr romantischen Atmosphäre im Kurgarten aus.

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