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Bad Bocklet
Gemeinderat

Die Großenbracher packen an

In dem Ortsteil von Bad Bocklet entsteht mit viel Eigenleistung ein Dorfgemeinschaftshaus. Auch die Jugendlichen in Steinach wünschen sich einen Treffpunkt und sollen für die Sommermonate einen Bauwagen bekommen. Im Winter können sie ins Alte Rathaus.
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In Großenbrach nimmt das Haus der Dorfgemeinschaft Gestalt an. Foto: khb
In Großenbrach nimmt das Haus der Dorfgemeinschaft Gestalt an. Foto: khb
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Mit großen Schritten gehe der Bau des Hauses der Dorfgemeinschaft in Großenbrach voran, freute sich Bad Bocklets Bürgermeister Wolfgang Back (CSU). "Wir sind hier schon sehr weit, die ehrenamtlichen Helfer langen richtig hin. Hier wurde schon viel Eigenleistung erbracht", berichtete Back in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.
Im Moment stehe die Auftragsvergabe für den Fassadenanstrich am Altbau an.
Das günstigste Angebot hatte die Firma Wehner und Geis aus Großenbrach vorgelegt, welches rund 6400 Euro für die Arbeiten verlangt. Da es sich um ein Eilgeschäft handelte, hatte Back den Auftrag bereits vergeben. Der Gemeinderat stimmte der Auftragsvergabe nachträglich geschlossen zu.
In einem weiteren Punkt ging es um die Aufstellung eines Bauwagens am Festplatz in Steinach. Der Heimatverein hatte dazu der Gemeinde am 9. August ein Schreiben zukommen lassen, in dem er sich sehr enttäuscht darüber zeigte, dass das Landratsamt einen solchen abgelehnt hatte. Gleichzeitig akzeptiere man jedoch, dass das Betreiben eines Ofens im Bauwagen den Brandschutzauflagen nicht entsprochen hätte.

Dem Heimatverein helfen

Die Vereinsverantwortlichen machten den Vorschlag, dass die Jugendlichen den Bauwagen im Sommer benutzen könnten unter der Auflage, den Ofen nicht zu betreiben. Gleichzeitig baten sie die Gemeinde um Unterstützung bei diesem Anliegen, das dem Landratsamt wieder vorgelegt werden soll.
Wie Gemeinderat Volker Stahl (FCW) mitteilte, sei der Bauwagen mittlerweile vom Festplatz entfernt und vermutlich winterfest gemacht worden. Stellvertretender Bürgermeister Andreas Sandwall (CSU) sah das Betreiben eines Ofens durchaus als Problem an. "Aber den Jugendlichen muss auch in Steinach die Chance zur Selbstverwirklichung gegeben werden", forderte er. Wolfgang Schultze (CSU) meinte, dass man den Jugendlichen einen Raum zur Verfügung stellen müsse. "Wir sprechen immer von der Innenortbelebung. Wenn wir den Jugendlichen hier die Möglichkeit bieten, unterzukommen, wäre das im Sinne aller."
Michael Trümbach (SPD/UB) schloss sich dieser Meinung an. Man sollte den Jugendlichen ermöglichen, sich in den Sommermonaten im Bauwagenzu treffen. "Besonders gut finde ich es, dass auch die Jugendlichen von Hohn den Bauwagen besuchen können. Durch die Nähe zum Festplatz ist der Ort optimal sowohl für die Steinacher als auch die Hohner", sagte der Gemeinderat.
Der Bürgermeister bot an, in den Wintermonaten den Saal des Alten Rathauses für die Jugendlichen zur Verfügung zu stellen. Der Gemeinderat stimmte einstimmig dafür, den Jugendlichen im Sommer den Bauwagenbetrieb am Festplatz in Steinach zu genehmigen - unter Auflage der Nichtbenutzung des Ofens - und sie im Winter im Saal des Alten Rathauses unterzubringen.
Geschäftsleiter Paul Back informierte den Gemeinderat außerdem über den ökologischen Ausbau der Fränkischen Saale am Luitpoldsprudel in den Gemarkungen Kleinbrach und Großenbrach durch den Freistaat Bayern. Dort soll die Saale auf der Kleinbracher Seite abgeflacht werden, außerdem soll aus ökologischen Gründen der Einbau von Landzungen und eine Gewässeraufweitung erfolgen. Das Bad Bockleter Gebiet sei hiervon jedoch kaum betroffen.

Der Strom wird billiger

Informationen über die neuen Stromlieferungsverträge ab dem 1. Januar 2014 gab Kurdirektor Thomas Beck. "Wir haben hierbei an der Bündelausschreibung des Bayerischen Gemeindetags teilgenommen" erklärte er. Dadurch habe sich eine deutliche Preisreduzierung ergeben. Normaler Strom sei jetzt im Vergleich zum noch laufenden Vertrag um 40 Prozent günstiger, die Kosten für die Straßenleuchtung lägen 25 Prozent unter dem jetzigen Tarif. "Im vergangenen Jahr haben wir insgesamt rund 600 000 Kilowattstunden verbraucht. Davon ausgehend sparen wir beim Strom in Zukunft 15 000 Euro im Jahr" freute sich Beck. Der neue Vertrag, der 2014 in Kraft tritt, ist für drei Jahre festgeschrieben. Den Zuschlag bei der Bündelausschreibung hatte die Firma Eon Bayern Vertrieb erhalten.
Auch über den Zuschussantrag der Katholischen Kirchenstiftung Aschach zur Reparatur und Runderneuerung der Marienglocke sprachen die Gemeinderäte. Die Kosten hierfür beliefen sich auf 9000 Euro, und es wurde vorgeschlagen, dass die Gemeinde sich mit 4500 Euro daran beteiligt. Wolfgang Back meinte, dass man dem zustimmen solle, aber nur unter der Voraussetzung, dass die Gemeinde von weiteren Zuschüssen entbunden werde, sollte wieder eine neue Glocke angeschafft werden. Mit einer Gegenstimme stimmte der Gemeinderat dem Vorschlag des Bürgermeisters und dem Zuschuss von 4500 Euro zu.
In der Gemeinderatssitzung wurden die langjährigen Marktgemeinderäte Andreas Hahn (FCW) und Helmut Wi-schang (SPD/UB) für ihre besonderen Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung von Landrat Thomas Bold (CSU) geehrt und erhielten Kommunale Dankurkunden überreicht. "Die kommunale Selbstverwaltung ist eine Säule der Demokratie in Deutschland. Sie ist den Bürgern am nächsten und das Engagement in diesem Bereich basiert im Wesentlichen auf ehrenamtlicher Basis", sagte Bold. Die Dankurkunden bekomme man für mindestens 18-jährige aktive Dienstzeit im Gemeinderat verliehen. Andreas Hahn ist seit 1990 im Gemeinderat von Bad Bocklet tätig, Helmut Wischang versieht seit 1994 dieses Amt.
Das Amt das Gemeinderats sei etwas, das einen rund um die Uhr fordere, erklärte der Landrat. "Es ist wichtig, dass hier Entscheidungen vor Ort getroffen werden. Nur so wird Demokratie wahrgenommen." Auch Bürgermeister Wolfgang Back dankte den Geehrten für die gute Zusammenarbeit.

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