Burkardroth
Tradition

Die Feuerwehr sucht den Baum aus

In Burkardroth feiern die Bürger drei Tage Kirmes. Die Fichte fällt der Waldarbeiter.
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Der Kirmesbaum wird von der Feuerwehr ausgesucht. Fotos: Peter Rauch
Der Kirmesbaum wird von der Feuerwehr ausgesucht. Fotos: Peter Rauch
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Nicht das Baumfällen sondern vielmehr das Aufstellen des Kirmesbaumes steht bei der Burkardröther Kirchweih im Vordergrund der Aktion. Ausgesucht wird der Baum, in diesem Jahr eine rund 22 m hohe Fichte, zwar immer von der Feuerwehr, die auch Organisation und Verantwortlichkeit der Kirmes übernimmt, geschlagen wird er Baum aber von einem gemeindlichen Waldarbeiter.

"Der hat dazu auch den nötigen Berechtigungsschein", sagt Elmar Schmitt, der als Vorstandsmitglied der Feuerwehr zusammen mit Kommandant Klaus Kirchner schon den Baum in der Flurabteilung "Zahlbacher Schlag" ausgesucht hat.
Drei Tage dauert die Kirmes, die damit beginnt, dass am Freitagabend die Kirmesburschen ihre Mädchen abholen. Am Samstag folgt der "offizielle Teil": Beim Bürgermeister wird die Genehmigung zur Abhaltung der Kirmes eingeholt - nachdem die Baumarbeiten erledigt sind. Dass alles nicht mit trockenen Kehlen geschieht ist fast Ehrensache, denn sehr oft erschallt der Ruf "die Kirmes, sie lebe hoch, hoch, hoch".
Nachdem am Sonntagnachmittag der geschmückte Baum mit Begleitung durch Bläservereinigung, Kirmesburschen und Mädchen ins Dorf gefahren wird, erschallt der Ruf noch häufiger. Kaum dass der Baum mit Muskelkraft durch die Aktiven der Feuerwehr aufgerichtet wurde, lassen Retzknecht Maximilian Rottenberger und Platzmagd Marlene Frank vom Rathausbalkon alle hochleben, die an der Kirmes beteiligt sind. So lassen sie ihren Sandro (Kirchner (CSU), MdL) und die Münchner Geldtöpfe genauso hochleben, wie Feuerwehr, Pfarrer, Bürgermeister und sogar "die Intelligenz unserer Rathausbeamten" sowie den Lkw-Fahrer, der zur Dorferneuerung beiträgt, weil er eine Hausecke mitgenommen hat. Ziemlich heiser stellen sie die Tanzpaare vor, um dann ins Pfarrheim einzuladen.
Nur einer muss draußen bleiben: Der Kirmesjokel. Festgezurrt sitzt die Strohpuppe in luftiger Höhe als wolle sie den Kirmesbaum bewachen.

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