Nüdlingen
Verkehr

Der gelbe Strich in Nüdlingen ist jetzt grau

Weil die Autofahrer vor dem Nüdlinger Rathaus oft so parken, dass für Fußgänger kein Platz mehr ist, hat der Bürgermeister zu einer ungewöhnlichen Maßnahme gegriffen.
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Nachdem der gelbe Strich auf dem Gehsteig vor dem Rathaus in Nüdlingen entfernt werden musste, blieb vom Kleber ein grauer Streifen zurück. Foto: Gemeinde Nüdlingen
Nachdem der gelbe Strich auf dem Gehsteig vor dem Rathaus in Nüdlingen entfernt werden musste, blieb vom Kleber ein grauer Streifen zurück. Foto: Gemeinde Nüdlingen
"Die Sache mit dem gelben Strich", der auf Anordnung von Bürgermeister Harald Hofmann (CSU) auf dem Gehsteigbereich vor dem Nüdlinger Rathaus angebracht worden war und inzwischen schon wieder entfernt worden ist, sorgte in der Sitzung des Gemeinderats für eine längere Diskussion.

Moral verbesserte sich
Wie der Bürgermeister ausführte, sei seit dem Rathausumbau mit Eröffnung der
Gemeindebücherei und der Sparkassen-Filiale verstärkt festzustellen, dass Autofahrer hier mal kurz auf dem Gehsteig ihren Wagen abstellen. Die Autos stünden teilweise mit allen vier Rädern auf dem Gehweg, und das sei ziemlich ärgerlich. Harald Hofmann war der Ansicht, die gelbe Markierung veranlasse die Autofahrer, beim Parken den Fußgängern genügend Platz zu lassen.
"Mir ging es in erster Linie um die Sicherheit der Fußgänger", erklärte er in der Sitzung des Gemeinderates. Der Erfolg der Maßnahme schien ihm auch zunehmend recht zu geben: Die "Parkmoral" verbesserte sich. Doch recht schnell griff die Straßenverkehrsbehörde ein und ließ den gelben Strich wieder beseitigen, weil eine derartige Markierung in der Straßenverkehrsordnung nicht vorgesehen sei. "Es war doch einfach ein Test", stellte der Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung fest. Sein Bestreben sei darauf gerichtet gewesen, eine Regelung wie vor der Raiffeisenbank zu erreichen. Dort gibt es auf dem Gehweg eine weiße Linie.

Parken bleibt verboten
Unterschiedliche Vorschläge, wie die Situation verbessert werden könnte, wurden geäußert. André Iff (CSU) wies auf den neuen Parkplatz unterhalb des Rathauses hin. Stefan Schmitt (UWH) vertrat die Ansicht, man sollte den Gehsteig für Fahrzeuge total sperren. "So wie es jetzt ist, geht es nicht", meinte auch Volker Schäfer (SPD). "Das Parken sollte man nicht erlauben", sagte Christian Höfler (Bürgerblock). Uwe Beer (CSU) plädierte für den Einbau von Pollern, um das Parken zu verhindern.
Mit 6:11 Stimmen abgelehnt wurde der Antrag Volker Schäfers, von der Verwaltung eine praktikable Lösung für das Parken ausarbeiten zu lassen. Mit der Mehrheit von 13:4 Stimmen wurde dagegen beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, ein Konzept zu erstellen, mit welchen Mitteln das Parken vor dem Rathaus verhindert werden soll.
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