Garitz
Herausforderung

Der Kinderchor geht ins Netz

Für die Mädchen und Jungen des Garitzer Kinder- und Jugendchores war es ein Erlebnis und eine Auszeichnung: Sie sangen Lieder aus dem neuen "Gotteslob", die vom Fernsehen aufgezeichnet wurden und online gestellt werden.
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Chorleiterin Christine Stumpf dirigiert den Kinder- und Jugendchor von St.Elisabeth. Foto: Werner Vogel
Chorleiterin Christine Stumpf dirigiert den Kinder- und Jugendchor von St.Elisabeth. Foto: Werner Vogel
Das ist eine echte Auszeichnung für den Kinder- und Jugendchor St. Elisabeth Garitz. Der Chor aus dem Pueri Cantores Verband durfte bei Videoaufnahmen mit Liedern aus dem neuen Gotteslob für die Online Kirchenprogramme der katholischen Fernseharbeit mitwirken. Eine echte Herausforderung für die Leiterin, Christine Stumpf und die elf jungen Sängerinnen und Sänger, neben Regensburger Domspatzen und dem Bamberger Domchor den bayerischen Beitrag für die online-Seiten der katholischen Kirche zu vertreten.

Spannende Aufnahmesituation

Die Elisabethkirche ist dunkel, im Scheinwerferlicht elf junge Sängerinnen und Sänger. Benjamin Krysmann, Fernsehredakteur bei der katholischen Fernseharbeit der Deutschen Bischofskonferenz, gibt letzte Anweisungen: "Jeder bleibt so stehen, niemand lässt sich ablenken, alle schauen in die Kamera. Jeder soll euch ansehen wie sehr ihr euch freut zu singen." Dann wird hier wird noch ein Kragen zurecht gezupft, da fällt noch eine Haarsträhne ins Gesicht. Endlich ist alles perfekt, Chorleiterin Christine Stumpf gibt das Zeichen, Kamera und Ton laufen, und dann klingen helle klare Kinder- und Jugendstimmen wunderbar rein durch die leere Kirche: "Heilig ist Gott in Herrlichkeit..."

"Schönes Weihnachtsgeschenk"

"Das war ein schönes Weihnachtsgeschenk", freute sich Christine Stumpf über den Brief, in dem die Zusage für die Mitwirkung bei der Videoproduktion zur Einführung des neuen Gesangbuches steckte. Vor zwei Jahren schon hatte sich die Chorleiterin mit einer Demo-CD ihres Jugendchores, den sie 2000 gegründet hat, für die Aufnahmen beworben. Dann hatte man Monate nichts mehr gehört, bis endlich, lange bevor das neue "Gotteslob" erschien, Noten mit neuen Kirchenliedern ankamen, die sie vorsorglich einstudieren sollte. "Domchor neben Dorfchor" sollte zu sehen und zu hören sein, zitiert die engagierte Musikerin die Zielsetzung der Produktion."Aber", so fügt sie hinzu, "es gibt in Deutschland nahezu 400 Chöre von "Pueri Cantores ", und so sah sie die Bewerbung eher als Ansporn für ihre Schützlinge zwischen 9 und 19 Jahren.

"Pueri Cantores" aus Garitz

Umso größer war die Freude, dann doch in die ausgesuchte Gesellschaft der deutschen Chorlandschaft aufgenommen worden zu sein: "Das war eine tolle Motivation für unsere kleine Gemeinschaft", meinte die studierte Kirchenmusikerin, die auch den Erwachsenenchor der Gemeinde leitet und als Organistin die Liturgie mitgestaltet. Die Proben,- "immer Freitagnachmittag und nicht länger als eine Stunde"- werden seither noch intensiver genutzt, um an Aussprache und Klang zu feilen: "Es geht nicht darum, frisch drauflos zu singen, sondern den Textinhalt zu gestalten", meint Christine Stumpf, denn natürlich wird auswendig gesungen und der hier geforderte einstimmige Gesang verlangt besonders hohe Genauigkeit bei Intonation und Einsätzen. Da müssen die kommenden Projekte wie Händels "Halleluja" zusammen mit dem Kirchenchor an Ostern, oder die Auftritte beim Kinderchortag in Karlstadt vorübergehend zurückstehen, damit die neun Mädchen und zwei Jungen zur Aufnahme bestens vorbereitet sind.

Auch Geduld ist gefragt

Regionalkantor Peter Rottmann begleitet den Chor an der Orgel, Christine Stumpf dirigiert unsichtbar hinter der Kamera, gibt die Einsätze vor. "Heilig ist Gott in Herrlichkeit" aus dem "alten" Gotteslob wird dreimal wiederholt, bis alle zufrieden sind. Mit ihren kultivierten Stimmen überzeugen die Garitzer Pueri Cantores auch bei den neuen Liedern "Oh Gott, Dein Wille schuf die Welt", und "Kreuz, auf das ich schaue" und auch beim letzten Lied "Lass uns in Deinem Namen, Herr" ist der Fernsehredakteur schnell überzeugt, dass die jahrelang geschulten Stimmen den tausenden Usern gefallen werden, die auf der Seite www.katholisch.de surfen oder gleich www.gotteslob.de anklicken. Allerdings, so kündigt der Krysmann an, wird es noch einige Wochen dauern, bis auch der Garitzer Beitrag veröffentlichungsreif bearbeitet ist und endgültig online gestellt werden kann.








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