Oerlenbach
Hegler-Halle

Der Hallenboden ist eine Gefahr

Ein Gutachten bestätigt die Notwendigkeit der Sanierung. Für Sanierung und Erweiterung der Wilhelm-Hegler-Halle liefen Detailuntersuchungen, deren Ergebnisse Bürgermeister Siegfried Erhard (CSU) den Gemeinderäten vorlegte.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das Großprojekt der Gemeinde Oerlenbach ist in diesem Jahr die Sanierung und Erweiterung der Hegler-Halle. Die Notwendigkeit unterstreichen Gutachten zu Fußboden, Heizung, Lüftung und Sanitär. Foto: Stefan Geiger
Das Großprojekt der Gemeinde Oerlenbach ist in diesem Jahr die Sanierung und Erweiterung der Hegler-Halle. Die Notwendigkeit unterstreichen Gutachten zu Fußboden, Heizung, Lüftung und Sanitär. Foto: Stefan Geiger
Den Hallenboden hatte die Firma IST Institut für Sportbodentechnik (Leipzig) unter die Lupe genommen. Bei der Erneuerung der Haustechnik kamen die Helfrich-Ingenieure (Schweinfurt) zum Ergebnis, dass die Kosten dann, wenn die Sportstätte nur saniert würde, wegen höherem Aufwand für Teil- und Sonderlösungen um 10 bis 15 Prozent teurer käme.
Die Gutachten forderte die Regierung von Unterfranken als Genehmigungs- und Zuschussbehörde.
Mitarbeiter des IST Instituts kamen zum Ergebnis, dass der derzeitige Zustand des Hallenbodens eine Gefahr für Gesundheit und darauf Sport treibende Personen darstelle. Im Detail verwies das Institut auf lose Abdeckkappen für Geräte, die im Boden verankert sind. Diese Verschlussstopfen könnten herausfallen. Die Öffnungen würden frei werden und Gefahren heraufbeschwören.
Gleichzeitig seien die im Boden eingebauten Sportgeräte aus Metall sehr stark verrostet. Der Boden sei vermutlich sehr durchfeuchtet. Diese Nässe habe sich in Elastikmatte unter dem Oberbelag ausgebreitet. Die Matte sei nicht mehr funktionsfähig. "Der Sportboden ist einfach zu hart. Bei Stürzen fehlt eine abfedernde Wirkung. Verletzungen drohten", verdeutlicht das Institut die Risiken.
Die Haustechnik beurteilte das Büro "Helfrich Ingenieure Main-Rhön". "Die Heizungsanlage aus dem Jahr 1985 entspricht nicht mehr dem Stand der Technik. Die Nutzungsdauer ist überschritten. Um der aktuellen Gesetzgebung gerecht zu werden, ist eine Pelletheizung mit anteiliger Nutzung von 50 Prozent erneuerbarer Energie vorgesehen", führt die Stellungnahme an.
Die momentane Heizungslüftungsanlage sei aus heutiger Sicht die energetisch und wirtschaftlich ungünstigste Variante. Nun sei Beheizung per Deckenstrahlplatten, also Strahlungsheizung geplant. Untergeordnete Räume sollen mit niedriger Vorlauftemperatur versorgt werden. Insgesamt sinke der Bedarf für Heizung und Lüftung von bisher 275 KW auf 200 KW.

Wirkungsgrad von 90 Prozent

"Die bestehende Lüftung auf sehr hohem Temperaturniveau diente für Heizung und Lüftung sowohl für Halle als auch Duschen und Umkleideräume. Die neue Anlage regelt allein Be- und Entlüftung einschließlich Wärmerückgewinnung mit einem Wirkungsgrad 90 Prozent", werten die Fachingenieure. Die Neulösung beinhalte Brandschutzklappen. Der jetzige Bestand werde den Anforderungen nicht gerecht. Deshalb - so ergänzte Erhard - könnten Veranstaltungen mit über 200 Gästen nur noch im Beisein von Feuerwehr gestattet werden. Erneuert werden muss - so das Gutachten - die Wasserversorgung. Die thermische und hygienische Spülung des gesamten Wassernetzes einschließlich Armaturen sei neu zu regeln, um Legionellenbildung auszuschließen.
Wie berichtet beschloss der Gemeinderat eine Generalsanierung: Küchen- und Umkleidetrakt werden auf Vordermann gebracht, die Sporthalle selbst abgebrochen und daneben um sechs Meter verlängert neu aufgebaut. Diese Lösung unterstützen die Helfrich Ingenieure, da sie aus Sicht der Haustechnik billiger kommt.


Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren