Sulzthal
Kosteneinsparung

Das Standesamt vor Ort soll abgeschafft werden

Das Standesamt des Marktes wird zum kommenden Jahr geschlossen. Nach mehrheitlichem Beschluss des Gemeinderats Sulzthal sollen der Landkreis oder die Stadt Bad Kissingen diese Funktion übernehmen, vorausgesetzt die Gemeinden der VG Euerdorf ziehen mit und geben ebenfalls ihre Standesämter ab.
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Trauungen würde der Bürgermeister auch weiterhin in Sulzthal vornehmen, aber das Standesamt soll aus Kostengründen abgeschafft werden. Foto: dpa
Trauungen würde der Bürgermeister auch weiterhin in Sulzthal vornehmen, aber das Standesamt soll aus Kostengründen abgeschafft werden. Foto: dpa
Die Kosten für diese Einrichtung liegen jährlich bei rund 28.000 Euro. Mindestens zwei Standesbeamte sind für die Aufrechterhaltung notwendig, die regelmäßige Schulungen erhalten müssen. Dazu kommt eine neue Software zum Preis von 18 000 Euro, begründete Bürgermeister Konrad Weingart die Entscheidung.

Etwa 2,50 Euro pro Einwohner werden mit der Amtsauflösung eingespart, argumentierte der Bürgermeister. Das Standesamt Sulzthal stellt zirka 35 Beurkundungen im Jahr aus, fügte er auf Anfrage von Gemeinderätin Gabriele Dehmer an. Im Falle von Geburten oder Sterbefällen übernehmen ohnehin Krankenhäuser oder Bestattungsunternehmen die Beurkundungen, erläuterte Weingart.

Trauungen kann der Bürgermeister weiterhin vornehmen, beantwortete er die Frage von Michael Schmitt - und es werde auch niemand in der Folge der Auflösung entlassen.
Die Archivierung, eine Anfrage von Ralf Ruppert, übernehme die Gemeinde in der die Beurkundung erfolgte. Die Amtsauflösung schmeckte vor allem Gemeinderat Franz Diez nicht. "Muss der Markt Sulzthal Vorreiter sein ohne Wissen darüber, wer uns aufnimmt?", fragte er und lehnte das Vorhaben ab.

Bezüglich der Vergabe mehrerer Aufträge lag dem Gremium ein vorläufiges Angebot für die Straßenbeleuchtung am Dorfplatz von E.ON vor. Der Rat willigte in den Kauf und die Installation von fünf, vier Meter hohen, Straßenlampen zum Preis von 8200 Euro ein. Der Bodenbelag für das Bauhoflager in Höhe von 2400 Euro sowie die Anschaffung eines Mulchers für 3900 Euro wurden ebenfalls einstimmig beschlossen.

Sulzthal beteiligt sich mit einem Eigenanteil von 2500 Euro an den Landschaftspflegemaßnahmen. Für den im Frühjahr beschlossenen, auf zehn Jahre angelegten Forstwirtschaftsplan gab das Ratsgremium eine Verbindlichkeitserklärung ab, nachdem das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die Planung abgesegnet hat. Gemeinderat Ruppert bat um eine Dokumentation der abgebauten Büttnerei, die im Freilandmuseum einen Platz findet.

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