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Hammelburg
Genuss

Das Geheimnis heißt Harmonie

Die kulinarische Weinprobe im Bocksbeutelkeller des Roten Schlosses gehört in Hammelburg traditionell zum Jahresauftakt für den verwöhnten Gaumen und passt bestens in das Touristenprojekt "Frankens Saalestück".
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Hoheiten unter sich: Bei der Kulinarischen Weinprobe im Roten Schloss in Hammelburg amüsierten sich mit rund 100 Gästen (von links) Frankens Weinkönigin Melanie Dietrich, Weinprinzessin Antonia Müller und Sturmius-Chef Walter Zeitz.  Fotos: Gerd Schaar
Hoheiten unter sich: Bei der Kulinarischen Weinprobe im Roten Schloss in Hammelburg amüsierten sich mit rund 100 Gästen (von links) Frankens Weinkönigin Melanie Dietrich, Weinprinzessin Antonia Müller und Sturmius-Chef Walter Zeitz. Fotos: Gerd Schaar
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So trafen sich am Freitagabend Menüs vom Diebacher Sturmiushof mit passend dazu ausgeklügelten Spitzenweinen des Hammelburger Winzerkellers zum Verzehr. Gekrönt wurde dieser kulinarische Abend durch hoheitliche Präsenz. Sowohl die Hammelburger Weinprinzessin Antonia Müller als auch die Fränkische Weinkönigin Melanie Dietrich prosteten den rund 100 Gästen charmant zu. "Ich genieße diesen schönen Abend in Frankens ältester Weinstadt", ermunterte Dietrich dazu, die Seele baumeln zu lassen. In Hammelburg sei sie gerne zu Gast, verriet sie: "Weil es so gemütlich in der schönen Altstadt ist".
"Für mich war es bisher ein aufregendes Jahr mit vielen Terminen", bestätigt die Weinkönigin der Zeitung. "Ich habe an Reife gelernt und meine Persönlichkeit ist ein Stück weit gewachsen", stellt sie fest. Zwei Reisen führten sie sogar nach China.
"Die Chinesen sind begeisterte Weintrinker", berichtet Dietrich und sie hat beobachtet: "Die wollen demnächst auch selber Wein in China anbauen".
Die Sternstundengala in Nürnberg für die Spendenaktion zur Hilfe notleidender Kinder mit Übertragung im Bayerischen Fernsehen oder PR-Termine zum Beispiel für Gesundheit und Wellness-Projekte gehörten ebenfalls zu den Höhepunkten im Kalender der Weinkönigin. "Mittlerweile habe ich mich an solche Termine gewöhnt, mein Ehrenamt macht mir viel Spaß", bestätigt Dietrich. Noch bis zum Frühjahrsbeginn trägt sie die Krone. Danach werde sie ihr Studium in Mathematik und Physik wieder aufnehmen.
Dass der Sturmiusberg in früheren Zeiten unter fuldischer Klosterherrschaft noch zu den Weingebieten zählte, daran erinnerte Walter Zeitz, Chef des dortigen Sturmiushofes. Aus diesem landwirtschaftlichen Hof mit Direktvermarktung stammten die Lebensmittel für das Menü, das von Ullrich-Koch Martin Hartmann und dessen Team zubereitet wurde. Seit dem vergangenen Sommer wurde die kulinarische Stimmigkeit von Speise und Getränken erprobt.
Zur Kartoffelrahmsuppe mit der krossen Speckscheibe servierte der Hammelburger Winzer-Kellermeister Matthias Büttner einen 2011er Hommage aus Ramsthal und einen 2011er Hammelburger Domina. Rouladen vom Sturmiushofer Schwein an Bandnudeln und Wurzelgemüse-Ratatouille als Hauptgang wurden von einer 2009er Öko-Regent-Spätlese aus dem Trautlestal und einer Premiertraube der 2011 Silvaner-Spätlese vom Heroldsberg begleitet.
"Der Nachtisch ist meine Vorliebe", bekennt Hammelburgs Weinprinzessin Antonia Müller. Zu den süßen Kartäuserklößen in Kerner-Spätlese-Weinschaum wurde der liebliche Wein aus der Hammelburger Burglage gereicht. Solch einen stressigen Ehrenjob wie die Weinkönigin habe sie als Weinprinzessin nicht, bestätigt Müller.
"Beschauliche Termine wie zum Beispiel auf der Trimburg, die tolle Show der Live-Band Rossini in Bad Kissingen oder Fahrten in Oldtimerautos gehörten bislang zu den Höhepunkten meiner zweijährigen Amtszeit", verrät sie. Von der Bocksbeutel-Rallye und der touristischen Aufwertung der Region durch das Projekt "Frankens Saalestück" sei sie total begeistert. "Dafür setze ich mich auch auf Messen tatkräftig ein wie zum Beispiel auf der Touristik-Messe in Aschaffenburg", bestätigt Müller. Für ein schönes Urlaubserlebnis brauche man nicht in ferne Länder zu fliegen. "Das Urlaubsziel liegt nämlich direkt vor der Haustüre", sagt sie.
Für die Gäste war die kulinarische Weinprobe ein sehr harmonisches Erlebnis. Harald Rieser aus Oberpleichfeld, der diese Veranstaltung schon zum zweiten Mal besuchte, freute sich über den Besuch in seiner Heimatstadt. Im Ambiente des gemütlichen Kellergewölbes und im Familien- und Freundeskreis lasse es sich bei einem guten Tropfen angemessen feiern, bestätigte er. Zume rsten Mal war Michael Henz aus Albertshausen Gast bei der kulinarischen Weinprobe: "Essen und Trinken haben bestens harmoniert", meinte er und fügte hinzu: "Die Weine sind von guter Qualität. Es hat hier optimal gepasst". Henz bevorzugt einen trockenen Silvaner. "In Wirmsthal und in der Pfalz habe ich schon hobbymäßig bei der Weinlese geholfen", erinnerte er sich an langjährige Weinfreundschaften.
"Es ist einfacher, den richtigen Wein zum Gericht zu finden als umgekehrt", bestätigt Büttner. Der generelle Geschmackstrend im Bereich Weißwein habe sich von ganz trocken hin zu halb trocken gewandelt, hat der Kellermeister aufgrund der Nachfrage festgestellt. "Erst nach etlichen Proben haben wir den Kerner als passenden Dessertwein ausgewählt", weist Zeitz auf die sorgsame Vorbereitung der Veranstaltung hin. Seit Jahren arbeiten sich die beiden Veranstalter der kulinarischen Weinprobe gegenseitig zu und streben das harmonische Geschmackserlebnis für den Gast an. Auch Susanne Volkheimer, Projektleiterin von Frankes Saalestück, ist begeistert. "Solche gelungenen Veranstaltungen helfen beim Ankurbeln des Tourismus in dieser Region enorm", lobt sie.

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