Oehrberg
Investition

Das Feuerwehrhaus wird größer

Seit fast fünf Jahren wird der An- und Umbau geplant und diskutiert. Nun ist eine Entscheidung gefallen, von der auch die Oehrberger Jugend profitiert.
Artikel drucken Artikel einbetten
Zumindest das Feuerwehrhaus in Oehrberg wird in der nächsten Zeit wachsen. Die Gemeinde will investieren. Foto: Kathrin Kupka-Hahn
Zumindest das Feuerwehrhaus in Oehrberg wird in der nächsten Zeit wachsen. Die Gemeinde will investieren. Foto: Kathrin Kupka-Hahn
OehrbergDie Bewohner in dem 442-Seelen-Dorf können sich freuen. Der Gemeinderat hat jetzt den Umbauplänen für das Oehrberger Feuerwehrhaus zugestimmt. So kann das in den 1970er-Jahren errichtete Gebäude erweitert und modernisiert werden. Das ist dringend nötig. "Denn das Feuerwehrhaus ist nicht frostsicher. Es befindet sich keine Heizung darin", erklärt 2. Kommandant Klaus Zimmerhackl auf Nachfrage.

Lange war das kein Problem. Doch seit 2014 ist die Oehrberger Wehr mit einem wasserführenden Fahrzeug ausgestattet. Es besteht die Gefahr, dass dessen Wassertank einfriert. Und laut Vorschrift muss das Fahrzeug bei mindestens acht Grad Celsius untergestellt werden. Somit musste eine Lösung her.

Bereits 2012 hatten die Oehrberger eine Modernisierung ihres Feuerwehrhauses und den Einbau einer Heizung beantragt. Schließlich stand bereits damals über das Fahrzeugkonzept des Marktes Burkardroth fest, dass die Wehr mit einem wasserführenden Fahrzeug ausgestattet wird. "Deshalb haben wir überlegt, ob man bei dem Umbau nicht auch gleich das Dach erneuert. Schließlich ist das ebenfalls nicht gedämmt", erklärt Zimmerhakl.


Schon länger auf der Suche

Zeitgleich begann die Dorfjugend, sich nach einem neuen Domizil umzusehen. "Bisher trafen sich die Teenager in privaten Räumen, was jedoch auf Dauer nicht mehr möglich war", erklärte Ortssprecher Egon Kessler in der Gemeinderatssitzung. Schließlich entstand die Idee, unterm Dach des Feuerwehrhauses einen Jugendraum zu schaffen. Die hat sich bis heute gehalten und ist nun Teil des neuen Gemeinderatsbeschlusses. Der sieht außerdem auch einen Erweiterungsbau vor.

Dieser soll 13 Meter lang und fünf Meter breit sein und rechts an das bestehende Gebäude angebaut werden. Somit entsteht dringend benötigter Platz für die Lagerung verschiedenster Utensilien. Parallel dazu wollen die Oehrberger ihre Sanitäreinrichtung modernisieren und den Eingang dazu ins Innere des Gebäudes verlegen. Bisher waren die Toiletten nur von außen zugänglich und ebenfalls nicht frostsicher. Außerdem soll in dem Gebäude nun ein extra Raum für die Schutzkleidung und als Umkleide eingerichtet werden. Bisher wurde dafür der Fahrzeugraum genutzt, was jedoch den heutigen Vorschriften nicht mehr entspricht. Denn die Kleidung wird den Abgasen ausgesetzt, die das Feuerwehrfahrzeug beim Ein- und Ausfahren erzeugt. Schließlich soll auch noch eine kleine Werkstatt für die Pflege und Reinigung der Atemschutzgeräte entstehen.


Keine öffentlichen Zuschüsse

Rund 200 000 Euro wird die Gemeinde der Umbau des Oehrberger Feuerwehrhauses kosten, sagte Bürgermeister Waldemar Bug (ödp) in der Gemeinderatssitzung. Für den Abbruch des Daches wurden Kosten in Höhe von 6 00 Euro veranschlagt. Der Anbau selbst kostet voraussichtlich 46 000 Euro und das neue Dach mit zwei Gauben etwa 110 000 Euro. Die Umbaupläne habe die technische Bauabteilung der Gemeindeverwaltung in Absprache mit den Oehrbergern erstellt. "Die haben zugesagt, sich mit Eigenleistung am Umbau zu beteiligen", so Bug weiter. Somit werden die Floriansjünger das bestehende Dach selbst abbauen, die Modernisierung der Sanitäranlagen sowie den Einbau der Heizung übernehmen und sich auch um die Außenanlage kümmern.
Zuschüsse für den Umbau des Feuerwehrhauses gibt es keine, sagte Bug, weder vom Freistaat noch vom Bund. Jedoch werde man welche über ein EU-Förderprogramm für den Jugendraum beantragen. Dieser soll unter dem Dach mit einem kleinen WC entstehen und über eine Außentreppe erreichbar sein.

Natürlich gab es noch Fragen. So wollte Michael Frank (Burkardroth) wissen, ob in Oehrberg überhaupt Bedarf für einen Jugendraum bestehe. "Schon 2012 haben wir einen bei Bürgermeister Emil Müller beantragt. Wir haben sonst keine Möglichkeit, die Jugend unterzubringen", antwortete Ortsreferent Egon Kessler.
Auch die Nachfrage bei Klaus Zimmerhackl zeigt, dass die geplanten Investitionen gut und sinnvoll sind. "Unsere Jugendfeuerwehr ist momentan gut aufgestellt. Ihr gehören 13 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren an", erklärt er. Zudem leisten 48 Aktive Dienst bei der Feuerwehr Oehrberg. Darunter sind 16 Frauen und sieben Atemschutzgeräteträger. Somit engagieren sich etwa 14 Prozent der Oehrberger im Brandschutz.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren