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Oerlenbach
Wilhelm-Hegler-Halle

Damit das Licht nicht aus geht

Weil bei großen Veranstaltungen oft der Strom ausgefallen ist, wird für 80 000 Euro eine neue Leitung von der Trafostation An der Helle bis zur Halle gezogen.
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Blick auf die Baustelle der Wilhelm-Hegler-Halle: Rechts unten der Gerätetrakt, ins Obergeschoss (links, über dem Foyer) kommen die Gymnastikräume. Sie sind gerade im Bau. Foto: Stefan Geiger
Blick auf die Baustelle der Wilhelm-Hegler-Halle: Rechts unten der Gerätetrakt, ins Obergeschoss (links, über dem Foyer) kommen die Gymnastikräume. Sie sind gerade im Bau. Foto: Stefan Geiger
"Der Teufel steckt im Detail." Diese Erfahrung machte der Oerlenbacher Gemeinderat, als es in der jüngsten Sitzung um die Beleuchtung der Wilhelm-Hegler-Halle ging. Welche Lampen und Leuchten wo installiert werden, hat weitreichende Folgen. Ein Fehler lässt sich später nur aufwändig bis gar nicht korrigieren - und finanziell vertretbar soll das Ganze ja auch noch sein.


Bühnentechnik und Musik

Stefan Scherpf vom Ingenieurbüro Burmester und Partner (Würzburg) erläuterte Vorschläge für die einzelnen Bereiche.
"Schwierig ist die Stromversorgung, die bisher bereits an ihre Grenzen stieß und zu Ausfällen führte", betonte Bürgermeister Franz Kuhn und ergänzte: "Per Vertrag bezogen wir 30 Kilowatt (kW). Zu Höchstzeiten waren 80 kW nötig. Bei künftiger Volllast kommen wir auf über 200 kW. Über einen nahen Verteilerkasten können wir maximal 100 kW bekommen."
An einer Tabelle zeigte Kuhn die einzelnen Bedarfswerte zum Beispiel für Pelletheizung, Lüftung und Küche auf. Schulsport und Turniere seien nicht das Problem, sondern die Großveranstaltungen, die zwar nicht regelmäßig stattfinden, dann aber viel Energie benötigen.Hohe Werte kämen vor allem für Bühnentechnik und Musik dazu.
Nach reiflicher Abwägung beschloss der Gemeinderat schließlich, zusätzlich etwa 80 000 Euro in die Hand zu nehmen, um von der Trafostation an der Straße "An der Helle" eine neue Leitung zur Halle zu legen. Der Vorschlag, über eine zusätzliche Station, an die ein Aggregat anzuschließen wäre, den Strombedarf zu sichern, fand keine Mehrheit.
"Jetzt investieren wir fünf Millionen Euro. Dann darf es keine Stromausfälle wegen Überlastung geben. Wir wollen für die nächsten Jahrzehnte die Versorgung gewährleisten", erklärte Andreas Kukuk (FWG).
Auf eine generelle Verschattung bzw. Verdunkelung der Fenster wird verzichtet. Nur je ein großes Fenster der neuen Gymnastikräume im Obergeschoss bekommt Sicht- bzw. Sonnenschutz.
Die Gerüstbauarbeiten übertrug der Gemeinderat der Firma Ewald Greubel (Eltingshausen) zu rund 14 800 Euro.
Architekt Johannes Messerschmitt (Bad Kissingen) berichtete dem Gemeinderat über den aktuellen Stand der Arbeiten. "Bei den Kosten liegen wir bislang 60 000 Euro unter den Ansätzen. Wir setzen alles daran, den Rahmen einzuhalten und Mehrungen durch Einsparungen an anderer Stelle auszugleichen", versicherte er.
Und weiter: "Der Zeitplan ist ganz eng gestrickt. Wir setzen alles daran, bis Ende Oktober fertig zu sein. Schwierig wird es. In etwa zwei Wochen werden die großen Dachträger aus Stahlbeton aufgesetzt. Sie werden gerade von der Firma Weipert, mit der die Zusammenarbeit prima klappt, in Fertigbauweise hergestellt."
Schützen und Kegler sollen ab September wieder trainieren können. Die Stromversorgung wird geschaffen.
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