Bad Kissingen
Rakoczy

Countdown läuft für's große Fest

Bei einem Treffen der Beteiligten gibt es letzte Abstimmungen und eine minutiöse Planung für den Festablauf. Am 28. Juli werden wieder 75 000 Besucher in der Stadt erwartet.
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Rakoczy-Festzug 2012.  Foto: Barbara Herbst
Rakoczy-Festzug 2012. Foto: Barbara Herbst
Weniger der minutiöse Ablaufplan des Rakoczy-Festes 2013, sondern das informelle Abstimmen aller Beteiligten stand im Mittelpunkt des abschließenden Treffens von Verantwortlichen und Teilnehmern. 45 Minuten benötigte Koordinator Bruno Heynen für die grobe Richtschnur, an die man sich beim großen Heimatfest halten soll.

Das letzte Zusammentreffen mit den historischen Hauptdarstellern, Polizei, THW, BRK, Feuerwehr, Rettungskräften, städtischer Servicebetrieb und Staatsbad GmbH ist traditionsgemäß ein Check-Up, um zu sehen, wo der der Schuh drückt. So manchen Druckpunkt haben er und Thomas Lutz im ersten Jahr nach der Übernahme der Verantwortung schon selbst entdeckt. So stellt Heynen fest: "Es wird immer schwieriger, das Fest zu stemmen: finanziell und personell."

Sicherheit hat Vorrang

Wichtig sei auch, dass Uniformierte - sprich: Polizei und Feuerwehr - an neuralgischen Punkten eingesetzt werden, denn diese werden als "Autoritätspersonen" wahrgenommen und anerkannt. Für das Rakoczy-Fest 2013 haben die Verantwortlichen die Sicherheit groß geschrieben. So wurden die Festwägen einer TÜV-Kontrolle unterzogen, und dies nicht nur aus haftungsrechtlichen Gründen, sondern weil man sich keine "Sicherheitslücke" bei einem solchen Fest leisten könne. Ab dem nächsten Jahr wolle man neue inhaltliche Akzente setzen, "denn Gäste aus ganz Nord-Bayern kommen und merken, wenn es nichts Neues gibt", meinte Edgar Kast.

Dicke Stapel Papier

Für jeden Akteur bzw. jede Organisation hatte Koordinatorin Sabrina Geis einen Stapel Papier dabei, in dem das 63. Rakoczy-Fest minutiös vorgeplant war - von der Generalprobe am Donnerstag bis zum Feuerwerk am Sonntagabend, von der Aufstellung der 75 Teilnehmer-Gruppen mit 100 Pferden für den sonntäglichen Festzuges bis zum Schminktermin für Quellenkönigin Giulia I.

Stichpunktartig erläuterte Heynen den Ablauf der drei Festtage. So die Eröffnung auf dem Marktplatz am Freitag um 19 Uhr mit einer Premiere für Kurdirektor Frank Oette und die Etablierten um Oberbürgermeister Blankenburg: Fürst Rákóczi, der Quellenkönigin und Ludwig II.. Es folgen eine Quadrille des Reitervereins Bad Kissingen im Luitpoldpark und der Publikumsmagnet "Die Saale brennt" mit 3000 Kerzen und zwei Booten, die mit Historischen Persönlichkeiten besetzt sind. Die Stadt lockt mit Musik und Festbetrieb.

Der Samstag ist mit "Musik - Festbetrieb - Kinderprogramm - Festball" überschrieben. Bereits am Vormittag beginnt auf den Saalewiesen bei der Ludwigsbrücke ein Beach-Soccer-Turnier für Fußballbegeisterte jeden Alters, außerdem wird ein Kinderprogramm und ein großes Bungee-Trampolin angeboten - so wird nach den Vorstellungen der Organisatoren der "Familien-Bereich" ausgebaut. Musik und Festbetrieb in der Ludwigstraße und der Bachstraße, auf dem Marktplatz, dem Theaterplatz, dem Füllbacher Hof, dem Eisenstädter Platz und dem Rathausplatz mit dem Fürstlichen Weindorf.

Die historischen Repräsentanten des Festes werden um 18.30 Uhr im Rosengarten vorgestellt, danach geht´s zum Ball des Fürsten Rákózci in den Regentenbau. Bei der Gläser-Polonaise im Kurgarten präsentieren sich Zar Alexander II., die vereinigten Wittelsbacher oder Kaiser Franz Josef und Sisi den Gästen. Ein Heißluftballonglühen soll die Gäste spät abends noch in den Luitpoldpark locken.

Großer Festzug

Am Sonntag steht der Festzug im Mittelpunkt des Geschehens, so Heynen. Um 14.30 Uhr wird sich das Kurbähnle an der Spitze des Zuges in Bewegung setzen. Startpunkt ist die "Au" und die 75 Pferdegespanne bzw. Fußgruppen werden größtenteils den bekannten Weg durch die Innenstadt gehen. Eine Änderung ergibt sich an der Kreuzung Maxstraße/Hemmerichstraße: von dort geht es in Richtung Salinenstraße, um dann wieder auf die Maxstraße zu stoßen.

Optischer Höhepunkte gibt es u. a. mit den Stelzenwesen aus Hofbieber oder den Trenckfußpanduren aus Waldmünchen, musikalische Höhepunkte bieten u. a. Fanfarenzüge aus Rastatt oder Hofheim. Erstmalig dabei sind Königin Therese, Gemahlin König Ludwig I. und Gründerin der Theresienspitalstiftung, und Prof. Max Littmann, Baumeister des Regentenbaus.
Bewährt hat sich die Platzierung der Kissinger Verkehr- und Sicherheitskräfte am Marienplatz (vor der Herz-Jesu-Kirche), weil mit dadurch dieser problembehaftete Bereich beruhigt werden konnte. Nichts geändert hat sich auch am "Rakoczy-Pin", der wieder von der Vereinen an den Zahlstellen für zwei Euro verkauft wird. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass dieser Pin nicht nur für die Gäste, sondern auch für die Einheimischen mittlerweile eine Selbstverständlichkeit ist.

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