Lauter bei Bad Kissingen
Plan

Bushäuschen an der Lauterer Kreuzung

Parallel zum künftigen Kreisverkehr an der Lauterer Kreuzung sollen Unterstellmöglichkeiten an den Bushaltestellen entstehen.
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Die Busse der Linie 8113 halten auf ihrem Weg nach Bad Brückenau auch an der Lauterer Kreuzung. Für Schüler ist das eine Alternative zu den offiziellen Schulbuslinien, jedoch müssen sie von hier abgeholt werden. Auf dem Foto steigt gerade Anton Kleinhenz aus dem Bus aus, während Mutter und Schwester am Feldweg mit dem Auto auf ihn warten. Schon bald könnte hier ein Wetterschutzhäuschen stehen. Foto: Kathrin Kupka-Hahn
Die Busse der Linie 8113 halten auf ihrem Weg nach Bad Brückenau auch an der Lauterer Kreuzung. Für Schüler ist das eine Alternative zu den offiziellen Schulbuslinien, jedoch müssen sie von hier abgeholt werden. Auf dem Foto steigt gerade Anton Kleinhenz aus dem Bus aus, während Mutter und Schwester am Feldweg mit dem Auto auf ihn warten. Schon bald könnte hier ein Wetterschutzhäuschen stehen. Foto: Kathrin Kupka-Hahn
Lauterer Kreuzung: Anton ist heute der Einzige, der aussteigt. Der Neunjährige besucht die Kissori-Schule in Bad Kissingen und wohnt in Stangenroth. Drei Mal pro Woche hat er bis 15 Uhr Unterricht und fährt dann mit dem Bus der Linie 8113 Richtung Bad Brückenau nach Hause. Kurz nach 16 Uhr hält der Bus an der Lauterer Kreuzung.


Längere Wartezeit

Heute hat Anton Glück, denn er muss nicht warten, bis seine
Mutter kommt, um ihn mit dem Auto dort abzuholen. Jutta Kleinhenz ist schon da. "Aber ab der kommenden Woche werde ich es nicht mehr pünktlich schaffen", erklärt sie. Die Erzieherin arbeitet im Offenen Ganztagsbereich an der Mittelschule Burkardroth, betreut dort bis 16 Uhr Schüler. Erst danach kann sie zur Lauterer Kreuzung fahren, um Anton abzuholen. Nicht selten muss der Junge deshalb dort etwa zehn, 15 Minuten auf seine Mutter warten. Manchmal auch länger.

"Jetzt ist das kein Problem", sagt Jutta Kleinhenz. Schließlich ist das Wetter noch schön. Ganz anders sieht es jedoch in einigen Wochen aus, wenn die Temperaturen fallen, Herbst und Winter Einzug halten. "Da wäre es schon besser, wenn es eine Unterstellmöglichkeit für die Kinder gebe", betont die Mutter. Tochter Josefa bestätigt das. "Im Winter ist es hier voll kalt, und bei Regen ist es unangenehm", sagt die 15-Jährige, die das Gymnasium in Bad Kissingen besucht. Zumal die Kinder auf ihrem Weg von der Bushaltestelle bis zum Feldweg, wo die Eltern zum Abholen parken können, einen Graben passieren müssen. "Ich stand darin schon mal bis zur Hüfte im Wasser", fügt Josefa hinzu. Auch sie kommt wie etliche andere Realschüler und Gymnasiasten ab und an mittags gegen 12.30 Uhr an der Lauterer Kreuzung an, beispielsweise wenn der Unterricht früher endet, und sie nicht warten will, bis die obligatorische Schulbuslinie fährt. Dann wird das Warten auf den Abholenden manchmal sehr unangenehm. Doch all das könnte sich schon bald ändern.


Barrierefrei

Denn das Straßenbauamt plant, beim Umbau der Lauterer Kreuzung zu einem Kreisverkehr auch die Bushaltestellen der Linie 8113, sowohl auf der Lauterer als auch auf der Zahlbacher Seite, neu zu bauen. "Beide werden barrierefrei", bestätigt Michael Schäder, der Nahverkehrsbeauftragte des Landkreises. Parallel dazu sind auch Unterstellmöglichkeiten für Wartende vorgesehen. Ob diese an beiden Haltestellen entstehen werden, steht noch nicht fest. "Diese Entscheidung trifft die Gemeinde, die auch die Kosten dafür trägt", sagt Matthias Wacker, der zuständige Abteilungsleiter im Straßenbauamt, auf Nachfrage dieser Zeitung.

Doch im Burkardrother Rathaus hält sich Bürgermeister Waldemar Bug (ödp) bedeckt. "Ich weiß nicht, was das Straßenbauamt geplant hat", entgegnet er.


Licht per Solar

Klar sei hingegen, dass die künftige Unterstellmöglichkeit mit Licht ausgestattet wird. Die Stromversorgung dafür werde eventuell über eine kleine Solaranlage hergestellt. "Damit wollen wir vermeiden, extra Stromkabel dorthin zu legen", fügt Bug hinzu. Parallel dazu ist vorgesehen, dass zwei Fußwege entstehen. Einer soll direkt von der Bushaltestelle auf der Zahlbacher Seite zum Feldweg führen, wo Abholer wie Jutta Kleinhenz parken. Der zweite Weg wird die Bushaltestelle auf der Lauterer Seite mit dem Pendlerparkplatz verbinden. Letzterer befindet sich an der Zufahrt zum Sportgelände des BSC Lauter und soll laut Bug im Zuge der Bauarbeiten auch gleich neu geordnet und der Untergrund befestigt werden. Dass in die beiden Bushaltestellen an der Lauterer Kreuzung investiert wird, begrüßt nicht nur Mutter Jutta Kleinhenz, sondern auch Claus Schubert. Er ist der Geschäftsführer der KOB GmbH in Oberthulba, ehemals Kreisomnibusbetrieb. Die Busse seines Unternehmens verkehren für die Linie 8113 zwischen Bad Kissingen und Bad Brückenau. "Wenn, dann sollten dort an beiden Bushaltestellen Wartehäuschen stehen", sagt er. Das sei heutzutage Standard. Zwar sei die Zahl der Nutzer der Linie 8113 überschaubar, dennoch würden durchschnittlich zwischen zehn und zwölf Schüler aus dem Raum Burkardroth von Montag bis Donnerstag mit den Bussen fahren. Sie steigen an der Lauterer Kreuzung aus.


Einige Parkplätze

"An manchen Tagen herrscht hier ein absolutes Verkehrschaos", schildert Jutta Kleinhenz ihre Erfahrungen. Dann würden die Fahrzeuge der wartenden Eltern und Großeltern nicht nur auf dem Feldweg stehen, sondern auch entlang der Staatsstraße, die hinunter nach Zahlbach führt. Selbst für dieses Problem gibt es durch den Umbau der Kreuzung zum Kreisverkehr eine Lösung. Denn laut Straßenbauamt werden an dem Feldweg auf der Zahlbacher Seite einige Parkplätze entstehen. Sollte es dort mal eng werden, können Abholer auch auf dem Pendlerparkplatz auf der Lauterer Seite parken. Die Schüler gelangen über die neuen Verkehrsinseln dorthin. Diese werden sowohl auf der Bundes- als auch auf der Staatsstraße an allen Ausfahrten des künftigen Kreisels entstehen. Und da durch den Kreisverkehr alle Fahrzeuge langsam fahren müssen, ist das Überqueren der Straßen dann auch deutlich sicherer als bisher.


Umbau-Start wohl erst 2017

Bleibt zum Schluss noch die Frage: Wann die Bauarbeiten für den Kreisel und somit auch für den Umbau der Bushaltestellen starten? Matthias Wacker vom Straßenbauamt rechnet damit, dass die Bagger dafür erst im kommenden Jahr rollen werden.

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