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Bad Kissingen
Tradition

Brauch des "Heiligen Grabes"

Auch in der Pfarrkirche Herz Jesu Bad Kissingen wurde zwischen Karfreitag und Ostern der alte Brauch des "Heiligen Grabes" gepflegt.
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Blumen an der Figur des Leichnams Jesu in der Herz-Jesu-Kirche in Bad Kissingen Foto: Werner Eberth
Blumen an der Figur des Leichnams Jesu in der Herz-Jesu-Kirche in Bad Kissingen Foto: Werner Eberth
Aus der Erstausstattung der neugotischen Kirche, eingeweiht vor 130 Jahren am 31. August 1884, hat sich die fast lebensgroße Figur des im Grab liegenden Christus erhalten. Sie stammt aus der Bildhauerwerkstatt von Valentin Weidner, geschnitzt hat sie der Sohn des Inhabers Hans Weidner. Dies ergibt sich aus der Signatur: Valentin Weidner hat entweder seinen Namen ausgeschrieben oder mit "V.W" abgekürzt.
Nach Familienüberlieferung hat sein Sohn, solange er in der Werkstatt seines Vaters gearbeitet hat, ebenfalls mit "V.W." signiert, allerdings die beiden Buchstaben ligiert, das heißt übereinander geschrieben. Erst nach Übernahme des väterlichen Betriebs 1920 hat er mit "H. W." signiert.
Der Leichnam Christi war früher über das Jahr in einem neugotischen Holzschrank verwahrt, der im nördlichen Seitenschiff der Stadtpfarrkirche etwa dort stand, als man dort nach der Kirchenneugestaltung unter Pfarrer Stürmer 1947/48 Bronzetafeln der 14 Heiligen Nothelfer anbrachte.

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