Bei den 27. Botenlauben-Festspielen, die am Samstagnachmittag auf der Burgruine Botenlauben oberhalb Reiterswiesens eröffnet wurden, bekamen die beiden neuen Protagonisten viel Applaus vom Publikum.
Glück gehabt hatten die Verantwortlichen vom Heimatverein Reitersweisen mit dem Wetter, das einigermaßen mitspielte und die Burgschauspieler, das fahrende Volk, die ganze mittelalterliche Schar nicht im Stich ließ. Es blieb den Nachmittag über trocken.
Eine Premiere im Programm war die Minne, die Otto im Rüsthof für seine "hehre Frouwe", aber natürlich auch für die Besucherschar, vortrug. Für Knud Seckel, der zugleich künstlerischer Leiter des Festivals ist und Mittelalter und Minne zu mit viel Leidenschaft seinem Hauptberuf gemacht hat, war es "eine mentale Zeitreise". Er gestaltete sie mit seinem Ensemble für mittelalterliche Musik, und die vier Musiker schafften es miteinander, so richtig ins "Grooven" zu kommen.
Später glänzten Otto und Beatrix beim Freilichttheater auf der Naturbühne bei dem historischen Schauspiel über den garstigen Vogt von Botenlauben, der die Bauern ausbeutet und dem erst Einhalt geboten wird, als Otto und Beatrix auftauchen. Köstlich dabei auch die übrigen Burgschauspieler, Laien, denen man die Spielfreude anmerkt, denn sie springt aufs begeisterte Publikum über.