Nüdlingen
Würdigung

Blickfang im Ortskern

Der Nüdlinger Gemeinderat hat erstmals den Schnitthepper-Preis vergeben.
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Die Fassadengestaltung des Gasthauses "Zum Stelios" hat den Gemeinderat mehrheitlich überzeugt. Foto: Arthur Stollberger
Die Fassadengestaltung des Gasthauses "Zum Stelios" hat den Gemeinderat mehrheitlich überzeugt. Foto: Arthur Stollberger
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Mit einer klaren Entscheidung hat der Nüdlinger Gemeinderat beschlossen, den "Schnitthepper-Preis 2015" an Stelios Krystallis, den Inhaber, der Gaststätte "Bei Stelios" in der Münnerstädter Straße in Nüdlingen zu vergeben. Dabei ist das Gebäude, in dem sich das gemütliche, deutsch-griechische Lokal befindet, noch nicht Eigentum der Familie Krystallis.
Aber mit dem Eigentümer Hans Göb gibt es Absprachen, dass die Familie bei Bau- und Umbaumaßnahmen freie Hand hat und das gesamte Anwesen zukünftig ihr gehören soll.

Sicher haben viele Nüdlinger Bürger im Laufe des Jahres den Wirt an der Fassade kräftig werkeln sehen. Nach seinen Worten hat er zusammen mit seinem Sohn Joannis das Äußere des Hauses selbstständig verputzt und dem Gebäude einen gefälligen Farbanstrich verpasst. Im kommenden Jahr soll die Terrasse neben der Gaststätte zu einem Biergarten umgebaut werden. Eine Genehmigung dafür hat Stelios Krystallis schon - aber letztlich ist das eine Frage des verfügbaren Geldes. Denn im Gaststättenbereich waren enorme Investitionen nötig, vor allem bei den elektrischen Anlagen sowie bei Wasser- und Abwasserinstallationen. Aber der Wirt ist Optimist: Er hofft, dassdas nächstes Jahr auch klappt.

Alleine steht er keineswegs da. Da ist seine Frau, die wie ihr Enkelkind Archontia heißt. Da ist der Sohn Joannis, der neben seiner beruflichen Tätigkeit in Schweinfurt in der Gaststätte mithelfen kann, und da ist dessen Frau Zoi, die neben ihrer Familienarbeit mit den Töchtern Archontia und Stella Zeit für die Arbeit in der Küche hat. Weiterhin steht der Cousin Mpampis Psomiadis als "Allround-Helfer" zur Verfügung. Allen gefällt es in Nüdlingen sehr gut. "Ich will auf keinen Fall hier weg", betont Joannis Krystallis.


Anregung der SPD-Fraktion

Was ist der "Schnitthepper-Preis"? Es war die SPD-Fraktion, die die Vergabe eines "Schnitthepper-Preises" angeregt hat. Im vergangenen Herbst wurde der Antrag von SPD -Fraktionsvorsitzendem Volker Schäfer eingebracht. Sämtliche Gemeinderatsfraktionen wurden aufgefordert, ihre Vorschläge einzubringen. Gewürdigt werden sollten Maßnahmen, die zur nachhaltigen Verbesserung und Verschönerung des Ortsbildes beitragen. Als eines der "Vorzeigeprojekte" hatte die SPD-Fraktion eine mustergültige Wohnhaussanierung in der Mühlgasse vorgeschlagen. Auch ein weiterer Vorschlag kam von der SPD: die Umnutzung der Ladenfläche der Firma Lippert zum "Mürschter Musikladen". Christian Höfler schlug für die Bürgerblock-Fraktion das renovierte Pfarrhaus vor. Von einer Reihe von Bürgern war auch das von Manfred Hofmann und seinem Sohn restaurierte Fachwerkhaus in der Kissinger Straße vorgeschlagen worden.


Mit deutlicher Mehrheit

Letztlich stellte sich der Vorschlag der CSU-Fraktion als Sieger dar: das renovierte Gasthaus " Stelios" in der Münnerstädter Straße. In der Schlussabstimmung waren von 16 anwesenden Räten zehn für das deutsch-griechische Gasthaus; sechs hätten lieber das Pfarrhaus vorn gesehen. Entscheidungsgründe wurden auch genannt. So wurde darauf verwiesen, dass die Gemeinde für das Pfarrhaus bereits eine Zuschusssumme von knapp 30 000 Euro gewährt hat.

Der Schnitthepper-Preis, der künftig regelmäßig vergeben wird, ist mit 500 Euro dotiert. Dazu kommt eine geschnitzte Schnitthepper-Holzfigur.

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