Bad Kissingen
Vortrag

Blick in Shakespeares Leben

Beim Ortsring Bad Kissingen des Deutschen Frauenrings präsentierte Gerhild Ahnert Leben und Werk des großen englischen Dichters.
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Frauenrings-Vorsitzende Birgit Fischer (links) bedankt sich bei Gerhild Ahnert für ihren Vortrag über Shakespeare.  Foto: Barbara Thiele
Frauenrings-Vorsitzende Birgit Fischer (links) bedankt sich bei Gerhild Ahnert für ihren Vortrag über Shakespeare. Foto: Barbara Thiele
Im vergangenen Jahr jährte sich William Shakespeares Todestag zum 400. Mal - seine Komödien und Tragödien gehören zu den bedeutendsten und am meisten aufgeführten und verfilmten Bühnenstücken der Weltliteratur. Beim Ortsring Bad Kissingen des Deutschen Frauenrings präsentierte Gerhild Ahnert Leben und Werk des großen englischen Dichters.
"Nach Gott hat Shakespeare am meisten geschaffen" - dieses Zitat des französischen Schriftstellers Alexandre Dumas lässt den Umfang seines Werkes erahnen, sagte Gerhild Ahnert: Shakespeares überliefertes Gesamtwerk umfasst 37 Dramen, 154 Sonette und zwei Versepen - und er verwendete einen riesigen Wortschatz von 20 000 bis 30 000 Wörtern.


Zeit der Umbrüche

Als sein Geburtstag gilt der 23. April 1564 in der Kleinstadt Stratford-upon-Avon bei London. Dort besuchte er die Lateinschule und heiratete 1582 die acht Jahre ältere begüterte Bauerntochter Anne Hathaway. "Um 1590 ging Shakespeare nach London und wurde als Dramatiker, Schauspieler und Teilhaber an seiner Theatergruppe und am Globe Theater auch geschäftlich erfolgreich", schilderte die Referentin. Davon zeuge der Kauf des zweitgrößten Hauses seines Geburtsorts 1597. Dort lebte Shakespeare in seinen letzten Lebensjahren, bevor er am 23. April 1616 verstarb. Sein Grab befindet sich in der Holy Trinity Church.
Shakespeares Zeit sei eine Zeit der Umbrüche gewesen. Im aufblühenden London wurde 1576 ein erstes festes Theater gebaut, das 1599 nach Kündigung des Pachtvertrags am Südufer der Themse neu errichtet wurde. An diesem Theater sei Shakespeare mit zehn Prozent Miteigentümer gewesen, ebenso war er an seiner Theatergruppe beteiligt.
Seine Historienstücke seien in Deutschland weniger bekannt, erklärte Ahnert, doch bereits im 17. Jahrhundert wurden Shakespeares Stücke durch englische Wanderbühnen in Deutschland aufgeführt und beliebt. Bereits seit 1864 gibt es die deutsche Shakespeare Gesellschaft.
"Jedes Jahr gibt es in Deutschland mehr Aufführungen von Shakespeares Stücken als in England", so der britische Shakespeare-Kenner Andrew Dickson. Es gibt 420 Verfilmungen seiner Werke. Mehrere Musicals beruhen auf Shakespeare-Stücken. Für die kommende Spielzeit 2017/18 des Theaterrings hat Intendantin Gerhild Ahnert wieder ein Werk des Dichters eingeplant - mit der Shakespeare Company aus Berlin. red
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