Bad Kissingen
Brauchtum

Bewahrer fränkischer Kultur

Das Erbe der Region soll nicht verloren gehen. Diesem Ziel dient auch der Fränkische Heimatabend.
Artikel drucken Artikel einbetten
Petra und Ewald Metz, sowie Peter Binsteiner von der Volkstanzgruppe Arnshausen beherrschen die fränkischen Tänze perfekt. Fotos: Peter Klopf
Petra und Ewald Metz, sowie Peter Binsteiner von der Volkstanzgruppe Arnshausen beherrschen die fränkischen Tänze perfekt. Fotos: Peter Klopf
+2 Bilder
Bad Kissingen — Er ist ein Stück weit Chronist vergangenen Brauchtums und Bewahrer einer Kultur, als es noch kein Fernsehen oder Internet gab - der Fränkische Heimatabend. Seit mehreren Jahrzehnten ist der Fränkische Heimatabend ein fester Bestandteil der Bad Kissinger Kulturlandschaft und eine Plattform für fränkische Laienkünstler aus der Region zwischen Main und Rhön.
Dabei stellt die Organisatorin Gabi Kanz immer wieder einen bunten Blumenstrauß aus Musik, Tanz, Humor und guter Unterhaltung mit heimischen Künstlern zusammen. Stets abwechslungsreich gestaltet, ist der Abend nicht nur interessant für die Kurgäste der Stadt, auch der Einheimische erfährt viel vom Leben der Bevölkerung zwischen Saale und Kreuzberg und dem Brauchtum auf dem Lande. Mit viel Engagement bringen die Akteure einen kurzweiligen Abend zustande, der die Zuschauer immer wieder mitreißt und begeistert.
So auch beim jetzigen Fränkischen Heimatabend im Rossini-Saal des Bad Kissinger Regentenbaues.
Für viel Stimmung und gute Laune sorgten die Feuerberg Musikanten aus Langenleiten (Leitung Edwin Schäfer), die Volkstanzgruppe Arnshausen (Leitung Ewald Metz), die Urspringer Mädlich aus dem Spessart (Leitung Monika Gress) und die Maßbacher Sinnphoniker (Leitung (Wolfgang Miller). Da wurde mit einem herzerfrischenden Programm musiziert, getanzt, gesungen und mit viel Charme die Mundart und der hintersinnige fränkische Humor nähergebracht.
Die Moderation hatte Bernd Schraut. "Ich mache es gerne, ich habe richtig Spaß bei dieser Veranstaltung zu moderieren", sagt Schraut. Die Teilnehmer seien gut drauf, meist ginge alles locker über die Bühne, das Publikum sei auch immer begeistert, so der Moderator. "Die Moderation habe ich meist im Kopf. Ich schreibe mir ein paar Punkte auf, doch meistens halte ich mich nicht daran. Ich kenne die fränkische Kultur und Musik und mache vieles aus Erfahrung", schmunzelt Schraut.
Ein Urgestein des fränkischen Volkstanzes ist Manfred Herterich. Er und seine Ehefrau Karin tanzen seit über 40 Jahren und gehören zu den Gründungsmitgliedern der Volkstanzgruppe Arnshausen. Manfred Herterich sagt: "Wir tanzen, weil wir die Tradition hoch halten wollen. Beim Fränkischen Heimatabend sind wir gerne, weil die fränkischen Tänze, die fränkische Tracht und die fränkische Mundart und Musik im Vordergrund stehen. Wir wollen die fränkische Tradition pflegen und diese an andere Generationen weiter geben. Denn wenn etwas verloren geht, dann ist es für immer verloren."
Sprachs und ging mit den anderen Tanzpaaren der Arnshäuser Volkstanzgruppe auf die Bühne, um den Gästen den "Stampfer" und die "Oberelsbacher Mazurka" vorzuführen. Interessant wie alle anderen Akteure, so auch die Feuerbergmusikanten.
Doch so richtig ging allen Zuhörern das Herz auf als man gemeinsam mit den Mitwirkenden zum Abschluss das Lied "Kein schöner Land" anstimmte.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren