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Oerlenbach
Friedhof

Bei Bestattung in Urnenröhren ist Grabschmuck nicht erlaubt

Wer sich für die Bestattung in einer Urnenröhre entscheidet, muss wissen, was das für Konsequenzen hat. Denn sogar dafür hat die EU Richtlinien erlassen, an die die Gemeinde Oerlenbach nun die Friedhofssatzung angepasst hat.
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In allen vier Friedhöfen der Großgemeinde Oerlenbach gibt es künftig Urnenfelder mit Urnenröhren. In Oerlenbach besteht diese Bestattungsform schon seit einigen Jahren. Foto: Stefan Geiger
In allen vier Friedhöfen der Großgemeinde Oerlenbach gibt es künftig Urnenfelder mit Urnenröhren. In Oerlenbach besteht diese Bestattungsform schon seit einigen Jahren. Foto: Stefan Geiger
Im Waldfriedhof in Ebenhausen gab es bisher Einzel- und Doppelgräber sowie eine Urnenwand. Neu ist, dass in einer Waldinsel zwischen Gräberreihen Urnengräber mit einer Urne in naturnaher Bestattung möglich sind. Der Name des/der Verstorbenen kann nur mit einer Plakette, die die Gemeinde zur Verfügung stellt, angebracht werden. Diese Plakette lässt die Gemeinde herstellen und bringt sie an.

In Eltingshausen standen bislang ebenfalls Einzel- und Doppelgräber sowie eine Urnenwand zur Verfügung. Auch dort werden jetzt Urnengräber dort, wo Grabstellen aufgelassen wurden, geschaffen. In allen vier Gemeindeteilen gibt es jetzt Urnenfelder, in die Urnenröhren aus biologisch abbaubarem Material versenkt werden.

Eindeutig geregelt ist der Grabschmuck an Urnenröhren: "Anpflanzungen jeglicher Art, Ablage von Schnittblumen und figürlichem Grabschmuck aus Kunststoff, Draht, Blech, Metallimitationen, Glasperlen und dergleichen sowie das Abstellen von Grablichtern an der Urnenröhre im Urnenfeld sind nicht zulässig", heißt es. Diese Auflagen sind notwendig, damit die Gemeinde das Urnenfeld wie eine Grünfläche pflegen kann. Die Vorgaben gibt es eigentlich schon länger, sie wurden aber nicht immer beachtet.

Grabmale sind so zu fundamentieren und zu befestigen, dass sie dauerhaft standsicher sind und beim Öffnen benachbarter Gräber nicht umstürzen oder sich senken. Bildhauer, Steinmetze, Bestatter und sonstige Gewerbetreibende benötigen für ihre Tätigkeiten auf dem Friedhof vorherige Genehmigung durch die Gemeinde. Dies gilt auch für Unternehmen aus einem anderen EU-Land. Nachzuweisen sind persönliche und fachliche Zuverlässigkeit und Eignung des Unternehmers sowie Berufshaftpflichtversicherung.

Alljährlich werden die Grabdenkmale auf ihre Standsicherheit mit einem Druck von Kilopond geprüft. Grabstellen können nach Ablauf der Ruhefrist wahlweise auf 10 oder 25 Jahre - bisher nur 25 Jahre - verlängert werden. Die Gebührensatzung gilt noch, bis eine Überarbeitung verabschiedet wird.
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