Bad Brückenau
Stadtumbau   West

"Baustellen" werden begutachtet

Stadtrat gibt grünes Licht für die Bedarfsmitteilung an die Regierung von Unterfranken.
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Karlheinz Lidak (links/ Firma Hofmann), Udo Schneider (Mitte/ Architekturbüro Richter) und Karl Heinz Weismantel begutachten den Pflasterboden vor der Halle, der 2014 erneuert wird.Foto: Sebastian Vogt
Karlheinz Lidak (links/ Firma Hofmann), Udo Schneider (Mitte/ Architekturbüro Richter) und Karl Heinz Weismantel begutachten den Pflasterboden vor der Halle, der 2014 erneuert wird.Foto: Sebastian Vogt
Auf einen Gesamtbetrag in Höhe von knapp 1,2 Millionen Euro kommt das Bad Brückenauer Städtebau-Förderungsprogramm "Stadtumbau West" für die Jahre 2014 bis 2017. Für die jetzt an die Regierung Unterfranken zu meldende Bedarfsmitteilung gaben die Stadträte in der Georgi-Kurhalle während ihrer jüngsten Sitzung einhellig grünes Licht.
"Es ist der gestalterische Fahrplan für unsere Stadt in den kommenden Jahren", kommentierte Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) diesen Maßnahmenkatalog. Die größten Positionen sind mit 385 000 Euro die Neugestaltung des Parkplatzes Obermang und mit 350 000 Euro die Zuwendungen für private Modernisierungsmaßnahmen. Aber auch das neue Konzept für den Bereich Sparkassenstraße, Ludwigstraße und Brunnengasse ist berücksichtigt. Ebenso die Umgestaltung der Unterhainstraße und der Grunderwerb von DB-Gelände. "Wir können allerdings nur das leisten, was unser städtischer Haushalt hergibt", betonte Kämmerer Leo Romeis.

Das Maß der Zuwendungen

Ums liebe Geld gehe es schließlich bei der amtlichen Feststellung der exakten Einwohnerzahl, wies Meyerdierks auf das Beispiel Schlüsselzuweisung hin. Die hänge nämlich in ihrer Höhe mit der Einwohnerzahl der Kommune zusammen. Bei einer Nachprüfung der Zahlen aus dem Jahre 2011 vom Statistischen Landesamt Bayern habe sich eine Differenz zu den städtischen Unterlagen des Einwohnermeldeamts ergeben, erläuterte Verwaltungsmitarbeiter Anton Kiefer und sprach von 34 Einwohnern mit Hauptwohnsitz, die beim Zensus fehlten. Zum Jahresende 2011 seien bei der Stadt 6502 Einwohner gemeldet gewesen, während das Landesamt 6468 Einwohner in Fortschreibung verzeichnete.
Direkt könne aus diesen statistischen Zahlen die Höhe der Schlüsselzuweisungen abgeleitet werden, bestätigt Kämmerer Leo Romeis. Bei einer Höhe von 2,2 Millionen Euro Zuweisung sei aufgrund von zu geringer Einschätzung der Bevölkerungszahlen durchaus ein Fehlbetrag in der Größenordnung 50 000 bis 60 000 Euro möglich. "Die genaue Höhe hängt von der aktuellen Steuerkraft ab", sagte Romeis.
Eine Nachprüfung der Stadt ergab sogar 6543 gemeldete Einwohner zum Jahresende 2011. Ein Jahr später weist die aktualisierte Übersichtstabelle zum 31. Dezember 2012 bei der Stadt mit 6483 und beim Landesamt mit 6462 Einwohnern eine geringere Differenz auf. Zum 1. Oktober wird die offizielle Bestätigung des Landesamtes erwartet. Doch zuvor soll noch stadtintern und beim Landesamt aufwändig überprüft werden. Erst dann ergeht der amtliche Feststellungsbescheid des Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung an die Stadt Bad Brückenau.

25 000 Euro gespart

"Das bedeutet für unsere Verwaltung einen erheblichen Mehraufwand, denn auch die Wahlvorbereitungen im September erfordern viel zusätzliche Arbeitszeit von uns", kritisierte Meyerdierks die Ungenauigkeit des statistischen Ergebnisses. Gründlich vorbei sind jedenfalls die Spitzenzeiten, als Bad Brückenau in den Jahren 1995 bis 2005 noch deutlich über 7000 Einwohner hatte.
Auf 39 000 Euro kam die ursprüngliche Kostenkalkulation für einen Sanierungsumbau der Dreifachturnhalle im Bad Brückenauer Schulzentrum. Speziell geht es hier um zusätzliche Duschen und Toiletten für Lehrer. Mit 11:7 Stimmen befürworteten die Stadträte eine abgespeckte Sanierungsversion, die lediglich 14 000 Euro kosten soll. Das wurde durch den Wegfall der ursprünglich geplanten Toiletten möglich. Die Lehrer-Dusche blieb aber.
Beim Studium des Grundrisses der Dreifachturnhalle und der Nebenräumen kam man schnell drauf: "Da sind so viele bestehende WCs vorhanden, dass ein Bereich für die Lehrkräfte abgetrennt werden kann", sagte Meyerdierks. Ob denn jeder Lehrer eine eigene Dusche benötige, wollte Karlheinz Schmitt (CSU) wissen. "Eine Dusche ist jedenfalls nötig, denn dort bewahren die Lehrkräfte auch persönliche Utensilien auf", entgegnete Meyerdierks.

Brücke auf 2,5 Tonnen begrenzt

Die Brücke bei Wernarz sei nicht mehr voll belastbar und deshalb auf 2,5 Gewichtstonnen begrenzt, gab Meyerdierks bekannt. Allerdings könnten landwirtschaftliche Maschinen diese Brücke weiterhin nutzen. "Die Löcher sollen geschlossen werden", ging sie auf eine Meldung von Franz Walter (FB/ FDP) ein. Meyerdierks bezog sich auf einen Leserbrief aus der Zeitung, als sie das Thema "Radweg auf der Bahntrasse" streifte. "Das war noch unter meinem Amtsvorgänger Thomas Ullman im Jahre 2005 diskutiert worden", erinnerte Meyerdierks.

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