30 Jahre sollen diese halten. "Das hoffen wir auf jeden Fall", sagt Thomas Hornung, Leiter des Tiefbauamtes Bad Kissingen zuversichtlich.
Optisch handelt es sich um das gleiche Holz wie vorher. Dennoch gibt es bei den neuen Elementen einen entscheidenden Unterschied: die Imprägnierung. Die an den alten Holzwänden stellte sich nämlich als nicht ausreichend heraus. Schon 2009 entdeckte man verfaulte Obergurte, die auf eine mangelnde Imprägnierung zurückzuführen waren. Zur Sicherheit befestigte man seitliche Querriegel, so dass die beschädigten Gurte nicht auf die Straße fallen konnten.
Damit ist jetzt Schluss. Seit 19. Januar werden die alten, beschädigten Elemente entfernt und entsorgt. Bis zum 3. Februar sollen die neuen Wände angebracht und die Bauarbeiten an dem viel befahrenen Westring abgeschlossen sein. Die Baufirma der Stadt konnte wegen Lieferschwierigkeiten der Herstellerfirma nicht rechtzeitig über den Arbeitsbeginn informieren. 30 betroffene Anwohner erhielten von der Stadt kurzfristig einen entsprechenden Info-Brief.
Zum Schutz bekommen die Holzelemente ein zusätzliches Blech als Abdeckung. Im Sommer sollen die Sichtplatten, bestehend aus Acryl-Glaselementen, ebenfalls erneuert werden. Vor zehn Jahren wurde die Lärmschutzwand in Garitz errichtet. Die Bauarbeiten fallen damit noch unter Garantie. Hinsichtlich der Finanzierung übernehme laut Thomas Hack, Pressesprecher der Stadt, sowohl die Stadt als auch die Baufirma einen Teil der Kosten.
Die letzte Verkehrszählung des Straßenbauamts im November 2010 macht deutlich, wie bitter nötig solch eine Lärmschutzwand ist. Von der Schönbornstraße Richtung Schlachthofkreuzung wurden in 24 Stunden 6550 Fahrzeuge gezählt. In der Gegenrichtung waren es sogar 6670 Pkw, informiert Stadtplaner Wolfgang Russ. Der enorme Verkehrslärm wird von der 270 Meter langen Lärmschutzwand aufgefangen.
"Von der Qualität stehen wir mit der Erneuerung noch einen Tick besser da", betont Hornung. Das Schalldämm-Maß beträgt 32 Dezibel. Die Schallabsorption liegt bei neun Dezibel. Bei den jetzigen Bauarbeiten dürfte der Lärm noch größer als sonst sein. Im Gegensatz zum Verkehrslärm ist dessen Ende aber absehbar.