Seine Firma MCK Sports bietet Kanu-Touren und andere sportliche Aktivitäten unter freiem Himmel an, bei denen das Miteinander im Mittelpunkt steht. Derzeit befindet sich der Schwerpunkt des Betriebs noch in Reiterswiesen, McKinney möchte ihn aber gern nach Pfaffenhausen an die Saale verlegen. "Hier hätten wir ideale Bedingungen: die Saale, eine feste Halle, eine große Wiese, und der Wald ist auch nicht weit", erklärt McKinney.

Seit 2006 sei er schon auf der Suche nach einem solchen Standort. Und nun bestehe endlich die Möglichkeit, eine bisher landwirtschaftlich genutzte Halle und ein großes Außengelände in der Nähe des Radwegs nach Pfaffenhausen zu pachten.

In der Halle könnten Boote, Anhänger und Ausrüstungsgegenstände für Freizeit-Events untergebracht werden. Auf der Wiese soll die Möglichkeit bestehen, Zelte oder Tipis aufzustellen. Außerdem wären dort Veranstaltungen wie Bogenschießen möglich. "Schön wäre es auch, einen Kanu-Verein für Jugendliche zu gründen. Für wenig Geld haben sie dann eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung", meint der 30-Jährige.


Angebote für die ganze Familie



Die Angebote von MCK Sports seien aber nicht nur für Jugendgruppen gedacht, sondern auch für Familien, Vereine und insbesondere auch Firmen. "Wenn Kollegen gemeinsam eine knifflige Aufgabe meistern, dann hilft das auch im Alltag, ein besseres Team zu sein", erklärt der 30-Jährige. So habe er zum Beispiel schon Mitarbeiter der Firma Bosch-Rexroth betreut.

Die Outdoor-Aktivitäten beginnen jedes Jahr im Frühjahr und dauern bis Herbst. In dieser Zeit plant McKinney auch, eine Imbisshütte oder einen Imbisswagen aufzustellen. Die ist vor allem für Wanderer oder Radfahrer gedacht, die auf dem Weg zwischen Hammelburg, Pfaffenhausen und Fuchsstadt unterwegs sind. "Hier könnten sie sich mit einer Bratwurst und Getränken stärken", stellt sich der Eichelsdorfer vor.

Mit seinen Plänen befasste sich am Montagabend auch der Stadtrat im Rahmen einer Bauvoranfrage. Die Bauabteilung der Stadt erklärte, sie sei grundsätzlich einverstanden mit der Umnutzung, da auch eine Privatinitiative zur Förderung des Tourismus im Saaletal beitragen könne.


Naturverträgliche Nutzung



"Es wird allerdings festgestellt, dass die Nutzung sehr naturverträglich erfolgen muss", so Stadtbaumeister Detlef Mohr. Auch sei die Stellplatzfrage zu klären. Die Saalewiese sollte nicht zum Parken genutzt werden. Ferner dürfe die Wohnbevölkerung durch die Zeltlager nicht beeinträchtigt werden.

Karl-Heinz Glück, CSU-Stadtrat und Ortsbeauftragter von Pfaffenhausen, meldete einige Bedenken wegen des Vorhabens an. So sei die Zufahrt zu dem Gelände recht eng. Auch befürchtet er eine erhebliche Störung des Fuß- und Radverkehrs nach Hammelburg. "Und wenn dort bis 22 oder 24 Uhr Veranstaltungen stattfinden, kann das natürlich auch zu einer Lärmbelästigung für die Bürger werden", so Glück. Darüber hinaus habe er Zweifel, ob das Gelände groß genug sei, um den vorgeschriebenen Abstand von 15 Metern zum Ufer einzuhalten.

Die Stadträte kamen schließlich überein, noch keine Entscheidung zu der Bauvoranfrage zu fällen, sondern sich erst selbst ein Bild vor Ort zu machen.