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Bad Kissingen
Gastronomie

Bad Kissinger Stadtstrand öffnet am 12. Mai

Der feine Quarzsand wird bereits verteilt. Auf 2500 Quadratmetern soll wieder norddeutsches Küstenfeeling aufkommen - mit Public Viewing zur EM inklusive.
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Vorbereitungen für den Bad Kissinger Stadtstrand. Foto: Ralf Ruppert
Vorbereitungen für den Bad Kissinger Stadtstrand. Foto: Ralf Ruppert
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Kalter Wind, matschiger Rasen, Wasserpfützen auf der Wiese: Richtige Strandgefühle kommen im Bad Kissinger Luitpoldbad aktuell noch nicht auf. Trotzdem starteten am Dienstag die Vorbereitungen für der Stadtstrand 2016: Mitarbeiter der Nüdlinger Firma "AK Bauservice" verteilten tonnenweise feinkörnigen Quarzsand, der extra aus der Nähe von Coburg geliefert wurde.
Etwa die Hälfte des rund 2500 Quadratmeter großen Grundstücks soll damit bis zur kommenden Woche bedeckt sein. In gut zwei Wochen soll es dann mit der Bewirtung losgehen: "Wir starten heuer wieder am 12. Mai, also zufällig am gleichen Tag wie bereits im vergangenen Jahr", kündigt Joachim Krohn von "KissEvents UG" an.
Erst im Februar hatte die Stadt Bad Kissingen den Vertrag mit der KissEvents UG unterschrieben. Er gilt für die Jahre 2016 bis 2018 und führt das Konzept "Saale-Ufer trifft Küsten-Strand" aus dem vergangenen Jahr fort. "Das ist sehr positiv gelaufen", lobt Rathaus-Sprecher Thomas Hack den Ablauf im vergangenen Jahr. Die Betreibergesellschaft haben Markus Zametzer, Joachim Krohn sowie Manfred Griebel eigens für den Betrieb des Stadtstrands Bad Kissingen gegründet. Die Zametzer & Krohn GbR ist laut Stadt seit fünf Jahren Betreiber des Bad Kissinger Weinfestes, Manfred Griebel ist Hotelier in Bad Neustadt und bewirtet seit Jahren den Marktplatz beim Rakoczyfest.


Strandhaus wird etwas kleiner

Laut Vertrag sei geregelt, dass der Stadtstrand nach dem 1. Mai eröffnet, berichtet Joachim Krohn. Angesichts des kühlen Aprilwetters sei das auch "gar keine schlechte Entscheidung" gewesen. "Wir bleiben dem Konzept mit dem norddeutschen Küstenfeeling treu", kommentiert er die Idee. Es gebe nur kleinere Veränderungen: So soll das Strandhaus heuer etwas kleiner ausfallen. "Dadurch können wir auch die Abbauzeit bei Hochwasser besser einhalten." Die Verkleinerung sei keine Auflage des Wasserwirtschaftsamtes gewesen, aber die Behörde habe das begrüßt.
Zudem soll es heuer im mittleren der drei Brückenbögen einen Zugang aus Richtung Europawiese geben. Unter anderem könnten die Besucher so einfacher die Shows im neu angelegten Rosengarten anschauen. Aber: "Wir werden uns nicht auf die andere Seite der Brücke ausweiten", stellt Krohn klar. In einem der Brückenbögen sollen zudem eine Bühne und eine Leinwand für das Public Viewing während der Fußball-Europameisterschaft aufgebaut werden. Die Saale-Zeitung unterstützt den Stadtstrand als Kooperationspartner.
"Es ist ein wenig feucht, aber befahrbar", sagt Andreas Lampert, der den Aufbau des Stadtstrandes betreut. Ein Wurzel-Vlies auf der Wiese verhindert, dass der Sand irgendwann überwuchert wird. Allerdings bedauert Lampert, dass das zarte Grün, das nach Abbau des Stadtstrandes 2015 gerade erst wieder sprießt, jetzt gleich wieder überdeckt wird. Als Betreiber würde er sich eine andere Lösung für die Fläche wünschen.


Widerstand der örtlichen Wirte

Noch vor dem Aufbau laufen einige Bad Kissinger Wirte Sturm gegen den Stadtstrand: Aktuell sammeln sie Unterschriften, um die Öffnungszeiten am Saaleufer zu begrenzen. Andreas Lampert sieht das gelassen: "Ich wüsste nicht, warum wir um 22 Uhr zumachen sollen." Ein solches Einmischen verbittet sich Lampert: "Ich maße mir auch nicht an, anderen ins Geschäft reinzureden." Und: "Schließlich hatte jeder die Möglichkeit, sich um den Stadtstrand zu bewerben."
Auch Geschäftspartner Joachim Krohn verweist auf den Vertrag mit der Stadt, der von Sonntag bis Donnerstag Öffnungszeiten bis 23 Uhr sowie am Freitag und Samstag bis 24 Uhr vorsieht. "Wobei die Musik und die Bewirtung eine halbe Stunde vorher enden."
Die Unterschriftenaktion der Bad Kissinger Wirte ist bislang noch nicht offiziell bei der Stadt Bad Kissingen eingegangen. "Wir sehen keine Veranlassung, etwas an den Öffnungszeiten gegenüber dem Vorjahr zu ändern", betont Hack. Die Öffnungszeiten seien im Vertrag und in einer gaststättenrechtlichen Erlaubnis geregelt. "Wir sind also doppelt abgesichert." Bei der Planung sei bereits in den vergangenen Jahren auf die Belange der Anlieger Rücksicht genommen worden. Beschwerden habe es 2015 keine gegeben, deshalb hält die Stadt an den Öffnungszeiten fest: "So wird's auch heuer wieder sein", erklärt Sprecher Thomas Hack.
Noch keine Aussagen machen die Betreiber zum Programm: Die Zahl der Sitzplätze auf der Terrasse, in Strandkörben und auf Liegestühlen bleibe unverändert. Geplant seien neben dem Public Viewing einige neue Veranstaltungen. Der eigentliche Stadtstrand läuft bis 4. September, ob es danach wieder ein Oktoberfest gibt, lässt Krohn vorerst noch offen.

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