Für die beiden Chef-Organisatoren Bruno Heynen und Thomas Lutz mit Christa Reuß und vielen anderen Helfern war das Fest im Jahr eins nach Hubertus Wehner eine besondere Herausforderung gewesen. Gestern Abend waren sie zufrieden: "Super genial", sagte Bruno Heynen, "es hat keine menschlichen und tierischen Unfälle gegeben". Das war das Wichtigste auch für Thomas Lutz. Die Belastung durch das Wetter sei vor allem für die Darsteller der historischen Persönlichkeiten groß gewesen, aber auch die haben das bestens gemeistert. Edgar Kast - König Ludwig I. - und Jochen Köllmer - König Maximilian II. - waren am Ende des Festzuges nach eineinhalb Stunden noch topfit: "Gottseidank war es nicht so heiß wie am Freitag".

Alles klappte wie am Schnürchen

Obwohl es am Samstag einige Male regnete, tat dies dem gesamten Festablauf nichts. Alle Programmpunkte, auch die Vorstellung der Historischen Persönlichkeiten im Rosengarten um 18.30 Uhr und die Polonaise der Ballbesucher gegen 21 Uhr im Kurgarten - verliefen ohne Regenunterbrechungen. Nach Schätzungen der Polizei und der Veranstalter kamen am Freitag rund 15 000 Besucher nach Bad Kissingen, am Samstag rund 25 000 und am Sonntag zwischen 35 000 und 40 000. Das war schon sehr beachtlich. Ein "Bringer" war heuer sicherlich die "Medienwiese" unter der Ludwigsbrücke ("Hotel Bristol"). Hier gab es nicht nur Beach-Soccer, sondern auch eine Open-Air-Bühne, auf der am Sonntagnachmittag mit den "Dorfrockern" und "Spinnich" zwei Top-Bands vor bestimmt 2000 Zuhörern bis in den Abend hinein für Stimmung sorgten.
Und alle waren voll des Lobes für die gute Stimmung in der Stadt, wie Carina Seufert aus Waldberg. Sie war das erste Mal beim Rakoczy-Fest und versprach: "Ich komme nächstes Jahr wieder". Da geht es ihr wie Zigtausenden anderen, die sich vom Flair dieses Festes gefangen nehmen ließen.