Hetzlos
Ausbildung

Ausbildungsbeginn auch in Bad Kissingen

Für Henrik und Fabian hat gestern der Ernst des Lebens begonnen. Sie hatten ihren ersten Ausbildungstag - Henrik als Landschafts- und Baumechaniker, Fabian als Bankkaufmann.
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Packte gleich am ersten Tag mit an: Henrik Diener an einer Rüttelplatte. Sie verdichtet Beläge wie Erde, Schotter- und Pflastersteine.   Fotos: Herteux
Packte gleich am ersten Tag mit an: Henrik Diener an einer Rüttelplatte. Sie verdichtet Beläge wie Erde, Schotter- und Pflastersteine. Fotos: Herteux
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Konzentriert schraubt Henrik an der Rüttelplatte. Seine Hände, Arme und Beine sind im Lauf des Tages schon ein bisschen dreckig geworden, seine Stahlkappenschuhe schon voller Staub. Der 16-Jährige aus Hetzlos hatte gestern seinen ersten Tag als Land- und Baumaschinenmechaniker in der Kfz-Werkstatthalle der Firma Schick in Albertshausen.

"Ich brauche Action und Technik", erläutert Henrik kurz und knackig seine Vorstellungen vom Berufsleben. Aber auch ein gutes Verhältnis zu den Arbeitskollegen ist ihm wichtig. Und das ist bereits jetzt der Fall. Sie hat er nämlich schon Anfang des Jahres bei einem Praktikum kennen gelernt und sich auf Anhieb mit ihnen verstanden.

Überhaupt kennt sich Henrik bei der Firma Schick schon ganz gut aus. Nicht nur, dass sein Vater ebenfalls dort als Elektriker angestellt ist, sondern vor allem deshalb, weil er dort in den vergangenen zwei Jahren schon mehrere Ferienjobs und Praktika absolviert hat, unter anderem im Fertigteilwerk.

Bevor er sich festlegte, schnupperte Henrik auch in andere Berufe rein - nichts kam aber an seinen Traumjob heran. Jetzt wird er es vor allem mit Baggern, Tiefladern und Betonmischern zu tun haben. Dass diese Arbeitsgeräte funktionieren, dafür wird künftig auch er zuständig sein. Irgendwann darf er einen Kran aufbauen. Das kann er kaum erwarten: "Der ist bis zu 60 Meter hoch. Da freue ich mich schon, hochzuklettern."

Am Schalter


Gestern begann auch für den 16-Jährigen Fabian aus Nüdlingen seine Ausbildung zum Bankkaufmann in der Sparkassenzentrale in Bad Kissingen. Am Schalter steht er noch nicht. Das darf er erst ab nächster Woche. In den folgenden Tagen wird er trotzdem schon viel kennen lernen, immerhin erwarten ihn einige einführende Veranstaltungen.

"Ich habe mich für diese Ausbildung entschieden, weil der Job einen guten Ruf hat", sagt Fabian. Dass die Arbeit genau sein Ding ist, merkte er bei einem Praktikum letztes Jahr in der Nüdlinger Filiale. Vor allem der Umgang mit den Kunden machte ihm Spaß. Deswegen ließ er den Beamtentest beim Landratsamt, bei dem er sich ebenso beworben hatte, von vornherein sausen.

Einen Anzug hatte er gestern natürlich schon an. Und er fühlt sich wohl darin. "Für andere ist es am Anfang bestimmt erst mal ungewohnt. Gerade, wenn ich durch Nüdlingen gehe, wird es den ein oder anderen Blick geben", vermutet Fabian. Er glaubt aber, dass sich das mit der Zeit legen wird. Und der Handballer (DJK Rimpar) hat natürlich nicht nur einen Anzug: Gleich vier hängen in seinem Kleiderschrank. Neu gekauft sind außerdem zwei edlere Paar Schuhe und unzählige Hemden und Krawatten. Am Mittwoch darf er sich aber leger anziehen, dann geht es mit den anderen Azubis in den Hochseilgarten am Volkers berg.
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