Oberthulba
Sanierung

Asphaltbelag für den Altort von Oberthulba

Der Planer hat sich für einen hellen Belag für die Straßen im Altort entschieden. Die Bürger haben aber teilweise andere Wünsche.
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Mehr als drei Stunden lang haben Ingenieurbüros den Marktgemeinderäten die kommenden Maßnahmen in den Ortsteilen vorgestellt. Vor einer Entscheidung sollen aber noch in allen betroffenen Gemeindeteilen die Ortsbürger informiert werden.
Um die Dorferneuerung geht es in Oberthulba und Hassenbach. Eine Förderung bis zu 50 Prozent ist möglich. Die Förderfähigkeit wurde bereits signalisiert. In Oberthulba umfasst die Sanierung den Altortbereich Obere und Untere Ecke sowie den Marktplatz. Die von Willi Fischer vom Büro Hoßfeld und Fischer vorgelegten Pläne sahen für die engen Straßen hellen Asphalt und für die Seitenstreifen Pflaster vor.
Darüber gingen die Meinungen in der Bevölkerung und im Gemeinderat bisher wiederholt auseinander.
Obwohl sich die Bevölkerung bereits 2011 für einen Asphaltbelag ausgesprochen hatte, kam in letzter Zeit auch der Wunsch nach einem Pflasterbelag für die gesamte Straße auf. Wie Fischer erklärte, sei dies wegen der engen Straßenverhältnissen ungünstig. Beim Einfahren in die Anwesen würden die Pflastersteine verschoben. Bei Asphalt wäre das nicht der Fall.
Hinsichtlich der Kosten müsse man die Ausschreibung abwarten. Nach Angaben des Fachmanns sei der Belag für die Kosten nicht relevant. "Es dürften vielleich fünf Prozent Mehrkosten sein beim Pflaster", sagte Fischer. Dies und die neue Situation an der abgerissenen Weinstube mit der geplanten Kanal- und Wasserführung sowie die Treppenanlage zum Unteren Graben und die eventuelle Begrünung im Sanierungsbereich sollen den Anliegern in der kommenden Zeit zur Kenntnis gebracht werden.
Einen Vorschlag zur Einbindung des Marktplatzes legte Fischer dem Gremium ebenfalls als Denkanstoß vor. Schon jetzt wollten einige Räte nichts von einer kompletten Entfernung der Kastanienbäume und der Verlegung des dortigen Prozessionsaltars wissen. Die Planung des Marktplatzes soll in die Maßnahmen "Untere und Obere Ecke" gestalterisch mit einbezogen, allerdings erst in einem zweiten Bauabschnitt ausgeführt werden.
Zu Anliegerbeiträgen konnte noch keine genaue Aussage gemacht werden. Nach Klaus Blum greift hier die Satzung. Als Anliegerstraße müssten die dortigen Grundbesitzer 70 Prozent der Kosten tragen.
Das Büro stellte auch die Straße "Hinter der Mauer" in Thulba vor. Das Gelände mit den Gewerbebetrieben soll eine 5,50 Meter breite Asphaltfahrbahn mit befahrbarem Bankett erhalten. Walter Manger (BV Thulba) meinte dazu: "Ich kann mich mit einer solchen Erschließung ohne Gehsteig anfreunden. Man sollte die Straße zumindest mit einem einseitigen Gehsteig ausführen." Gewünscht war bisher die günstigste Ausbauvariante. Auch dort werden die Anlieger einen Teil der Kosten mittragen müssen. Im Innenort sind das 90 Prozent.
Bei der Ortsdurchfahrt in Hetzlos (KG 35) muss die Gemeinde den maroden Kanal und die Wasserversorgung erneuern. Außerdem fällt der Gehsteig in die Verantwortung des Marktes Oberthulba. Wie in den übrigen Gemeindeteilen sollen auch dort die Bürger zunächst mitreden dürfen.

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