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Katzenbach
Innenentwicklung

Altes Gemäuer in Katzenbach neu genutzt

Philipp Metz hat ein altes Anwesen in Katzenbach gekauft und hergerichtet - und fühlt sich dort richtig wohl.
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Die Entscheidung stand lange auf der Kippe: Entweder im Heimatort Katzenbach bleiben oder eine Eigentumswohnung in Würzburg kaufen. Das waren die Optionen von Philipp Metz, als er sich vor rund acht Jahren entschied, daheim auszuziehen. "Ein Kumpel ist noch da, fast alle anderen in meinem Alter sind weg", berichtet der 31-jährige Schlosser, der in Schweinfurt arbeitet. Also überlegte auch er wegzugehen, aber: "Ich habe gerne viel Platz", erzählt er, und: "Ich arbeite viel handwerklich, und hier kann ich mich richtig austoben." Also blieb er in Katzenbach, sanierte ein altes Anwesen und zog mit seiner Freundin Monja Mertl ein.

Kein alter Familienbesitz

Nach dem Tod der früheren Bewohner wurde das Anwesen versteigert. Rund 80.000 Euro habe er bezahlt, berichtet Metz. Für 1200 Quadratmeter direkt neben der Kirche, ein altes Haus, mehrere Scheunen mit zum Teil eingefallenen Dächern, Stall, Nebengebäuden und einem Bach im Untergrund. Im Garten stehen noch alte Obstbäume. "Ich habe mindestens noch einmal das Gleiche reingesteckt", fasst er die vergangenen Jahre zusammen: Er entkernte das Haus, dämmte die Außenmauern, richtete große, helle Räume ein, baute einen Wintergarten an. Der alte Gewölbekeller blieb ebenso erhalten wie die meisten Gebäude drum herum.

"Für mich wäre kein Fertighaus in Frage gekommen", sagt Metz. Deshalb war ihm die Freiheit jenseits von Bebauungsplänen in der Ortsmitte auch so wichtig: "Ich muss mich hier an keine starren Bauvorschriften halten", sagt er. Weiterer Vorteil für den gebürtigen Katzenbacher: "Hier im Dorf hilft jeder jedem." Dadurch konnte er die Kosten niedrig halten.

Zuschuss der Gemeinde

Ebenfalls Geld gespart hat ihm, dass die Gemeinde Burkardroth den Bauschutt vom Abriss kostenlos abnahm. "Das meiste war ja eh Holz, das wandert in den Ofen." Und ganz zum Schluss gab es sogar noch einen Bonus: Obwohl er schon mit dem Bauen begonnen hatte, rutschte er noch in das Förderprogramm der Kommunalen Allianz "Kissinger Bogen": 7500 Euro gab es, weil er ein Haus nach mehr als einem Jahr Leerstand wieder mit Leben erfüllte.

"Das zeigt, welche Möglichkeiten in so einem Grundstück stecken", freut sich Regionalmanagerin Cordula Kuhlmann über Bauherren wie Metz. Drei Viertel aller Gemeinden im Landkreis hätten mittlerweile Förderprogramme für ihre Alt-orte. 50 Bauherren hätten bereits Anträge gestellt. Für deren Beratung ist auch die neue Innenentwicklungsmanagerin Dorothee Schmitt zuständig, die die Nachfolge von Verena Mörsner antrat. Ihre wichtigsten Projekte seien der Aufbau einer Leerstandsbörse bis Mitte 2015 sowie die Organisation eines Bauaktionstages mit guten Beispielen und der Beratungsreihe "Donnerstalk" (siehe Info-Kasten rechts).


Termine für den Donnerstalk


Am 15. Januar spricht Markus Stockmann um 19 Uhr im Sparkassen-Pavillon Bad Kissingen über "Schadstoffe, Bauschutt und deren fachgerechte Entsorgung".

Am 26. Februar geht es um 19 Uhr im Rathaussaal Maßbach um "Tipps und Tricks für Eigentümer - Wie verkaufe ich meine Immobilie?". Referent ist Dieter Bausewein, Leiter ImmobilienCentrum der Sparkasse Bad Kissingen.

Am 12. März geht es um 19 Uhr in der Markthalle Hammelburg um "Begrünte Innenhöfe und Ortskerne. Referent ist der Kreisfachberater Dieter Büttner.

Am 16. April geht es um 19 Uhr im Sparkassen-Pavillon Bad Kissingen bei Sebastian Dresbach vom "Zentrum für Telemedizin" um "Wohnen im Alter".

Am 7. Mai informieren zwei Vertreter des Landesamtes für Denkmalschutz ab 19 Uhr in der Münnerstädter Rathausdiele über Denkmalschutz.

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