Burkardroth
Kreativ

Adventsausstellungen im Markt Burkardroth

Am Wochenende, 21. und 22. November, finden wieder zahlreiche Weihnachtsausstellungen im Markt Burkardroth statt. Farblich gibt zwar die Industrie die Trends vor, aber Handwerkliches ist noch immer sehr gefragt.
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Elisabeth Kirchner bei der Arbeit in der Töpferei: Hier versieht sie einen frisch getöpferten Topf mit einem Muster. Später kann dieser als Windlicht genutzt werden. Foto: Kathrin Kupka-Hahn
Elisabeth Kirchner bei der Arbeit in der Töpferei: Hier versieht sie einen frisch getöpferten Topf mit einem Muster. Später kann dieser als Windlicht genutzt werden. Foto: Kathrin Kupka-Hahn
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Nur noch wenige Tage, dann beginnt der Advent, die Vorbereitungszeit auf das Weihnachtsfest. Entsprechend werden Häuser, Wohnungen und Fenster geschmückt. Wer sich Ideen holen möchte oder noch das ein oder andere braucht, besucht eine der vielen Adventsausstellungen. Dafür muss man jedoch nicht weit fahren, sondern wird auch im Markt Burkardroth fündig.


Glasuren in Gold und Silber

Seit vergangener Woche ist die
Adventsausstellung im Hof der Töpferei Kirchner in Burkardroth geöffnet. Unzählige Lichter strahlen hier: In Miniaturhäusern, Kugeln, Windlicht-Gefäßen und Kerzenständern, flankiert von Sternen, Engeln und unzähligen anderen weihnachtlichen Figuren, die man aufstellen oder hängen kann.
"Getöpferte Sachen, die sich beleuchten lassen, sind schon seit Jahren sehr gefragt", sagt Elisabeth Kirchner. Sie hat die Töpferei vor 26 Jahren eröffnet und 2006 an ihren Sohn Sebastian übergeben. Seither haben die beiden das Angebot Stück für Stück erweitert, auch in Sachen Weihnachtsschmuck.
"Seit einiger Zeit geht der Trend hin zu schlichten, weißen Dekoartikeln, aber auch welche in Tonfarben sind noch gefragt", erklärt Sebastian Kirchner. Glasuren aus Gold und Silber seien bei getöpferten Sachen auch möglich. "Um jedoch eine ausreichende Qualität zu erreichen, muss ich jedoch Blattgold beziehungsweise Platin nehmen, und das kostet", erklärt der Fachmann. Denn die meisten Artikel der Töpferei sind für den Außenbereich gemacht und müssen gerade im Winter so einige Strapazen aushalten.
Um die große Nachfrage im Advent bedienen zu können, herrscht schon seit Wochen Hochbetrieb in dem Zwei-Mann-Betrieb, nicht nur am Brennofen. "Wir sind momentan dabei, einen Teil der Artikel zu verpacken", sagt Sebastian Kirchner. Schließlich verkauft er nicht nur vor Ort, sondern auch auf den Weihnachtsmärkten in Schweinfurt und Radolfzell am Bodensee.


Hingucker: Rosa Flügel

Ähnlich stressig geht es in diesen Tagen auch im Blumenladen von Marion Mangold zu. Unzählige Adventskränze und Gestecke fertigen sie und ihre Schwester Katja für die Adventsausstellung am Wochenende an. "In diesem Jahr dominieren dabei die Farben kupfer, braun, altrosa und creme", erklärt die Ladeninhaberin. Die Trends würden jedes Jahr von der Industrie vorgegeben, dementsprechend ist das Angebot im Großhandel, woher sie und andere Fachgeschäfte ihre "Zutaten" für Adventskränze und -gestecke beziehen. "Aber auch die klassischen Weihnachtsfarben wie rot, gold und silber gehen immer", sagt Marion Mangold. Entsprechend abwechslungsreich - klassisch und modern - ist ihr Laden in der Friedensstraße dekoriert, wobei die Flügel aus rosa Federn der absolute Hingucker sind.
Bei den Pflanzen ist das Angebot eher traditionell. "Heuer gibt es die Weihnachtssterne in rot und creme, die Gefärbten sind inzwischen out." Dennoch ist Marion Mangold für Experimente zu haben. Deshalb stehen bei ihr im Regal Amaryllis-Zwiebeln in Wachs.
Auch in der Premicher Gärtnerei Schäfer ist am Wochenende Adventsausstellung. "Meine Kollegin bindet dafür schon die ganze Woche über Kränze und fertigt auch kleine Weihnachtsbäume an", erzählt Lisa Schäfer. Meistens werden dafür Zweige der Nobilis-Tanne und der Seidenkiefer verwendet, die kaum nadeln. Dekoriert werden diese auch mit Naturmaterialien und Filz. Zudem werden Kränze ohne Dekoration angeboten. Schließlich wollen manche Kunden diese selbst gestalten. Das Material dafür finden sie beispielsweise nur rund vier Kilometer entfernt, im Bastelladen von Karin Grom in Wollbach.
Egal ob Kerzen, Bänder oder kleine Dekoteile, die Auswahl ist riesig. Einen konkreten Trend kann Karin Grom momentan noch nicht ausmachen. "Bei mir sind jedoch die Materialien zum Basteln von dekorativen Lichterketten sehr gefragt", erzählt die 58-Jährige, aber auch Naturstoffe und Holzteile. Parallel dazu hat sie bei ihren Kunden eine ganz andere Entwicklung beobachtet: "In Familien wird wieder verstärkt gebastelt", sagt sie. Neben den verschiedensten Dekorationen werden immer öfter individuelle Weihnachtskarten und auch kleine Geschenke gemeinschaftlich angefertigt. "Ich finde das einfach toll, gerade im Advent."



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