Waldberg
Konzert

Advent heißt, auch einmal still zu sein

Zur Ruhe kommen, den eigenen Gedanken nachhängen, den Klängen der Musik und besinnlichen Texten lauschen.
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Die Rhönmusikanten aus Waldberg spielen beim achten Dorfadvent in der Kirche.  Foto: Marion Eckert
Die Rhönmusikanten aus Waldberg spielen beim achten Dorfadvent in der Kirche. Foto: Marion Eckert
Das war das Motto, unter dem der Vereinsring Waldberg zum achten Dorfadvent in die Kirche eingenladen hatte.
Die Rhönmusikanten, die Wirtshaussänger, beide Gruppen aus Waldberg, die Auszeit-Musi aus Langenleiten sowie Reinhold Grom aus Stangenroth bestritten diese adventliche und vorweihnachtliche Stunde. Marianne Hillenbrand oblag es, zwischen den musikalischen Beiträgen mit passenden Texten und Geschichten die Menschen auf Weihnachten einzustimmen.


Festlicher Auftakt

Prächtig begann das Konzert mit den "Halleluja" gespielt von den Rhönmusikanten. Es war ein festlicher Auftakt voller Vorfreude auf die kommenden Tage. Die Waldberger Wirtshaussänger stimmten das Lied "Jetzt fangen wir zum Singen an" an. Marianne Hillenbrand ging der Frage nach, was eigentlich Advent ist. "Advent heißt auch, einmal still zu sein, bei sich selbst einzukehren, mit seinen Gedanken allein zu sein." Und so lud sie zu solch einem stillen Nachmittag ein. "Denn Stille brauchen wir alle mehr denn je". Dazu passte die besinnliche "Serenade an die Nacht" von der "Auszeit-Musi".


Freude und Hoffnung

"Zu keiner Zeit des Jahres werden so viele Kerzen angezündet, wie in der Weihnachtszeit. Aber wird es dadurch schon hell bei uns?", fragte Marianne Hillenbrand. Wirklich hell werde es erst, wenn Freudlosigkeit in Freude und Hoffnungslosigkeit in Hoffnung verwandelt würden.

Über Gottes Geschichte mit den Menschen und seine Menschwerdung sangen die Wirtshaussänger in dem Lied "Als Maria übers Gebirge ging" und erinnerten dran, wie die schwangere Maria ihre Base Elisabeth besuchte. "Ihr Hirten lauft nach Bethlehem" spielten die Rhönmusikanten.


Platz für Gott

Mit dem Gedicht "Kein Platz in der Herberge" erzählte Marianne Hillenbrand von der vergebliche Suche Gottes nach einem Platz unter den Menschen. "So kann es auch heute Menschen ergehen, und auch Gott selbst, wenn wir keine Zeit für ihn haben, weil wir mit vielem beschäftigt sind, mit uns selbst und mancherlei Kleinkram. Es liegt an mir, ob ich für Gott und die Menschen einen guten Platz habe, ob ich mir Zeit nehme für ihn und für sie." Diese Gedanken nachzuspüren, dazu luden die folgenden Stücke ein.

Das wohl berühmteste Weihnachtslied, das weltweit gesungen wird, ist "Stille Nacht, Heilige Nacht". Die Entstehungsgeschichte erzählte Reinhold Grom in Stangenröther Mundart, um das Lied schließlich leise und zart auf seiner Steierischen Harmonika zu spielen. Mit einem Weihnachtssegen und Dankesworten zum Jodler der Wirtshaussänger verabschiedete Marianne Hillenband die Zuhörer.

Im Anschluss waren die Waldberger und ihre Gäste zu einem gemütlichen Nachmittag im Dorfzentrum zu einem kleinen Adventsmarkt eingeladen. Der Erlös der Veranstaltung kommt einem caritativen Zweck zugute.


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