Bad Brückenau
Ermittlungen

70.000 Euro bei Diakonie Bad Brückenau veruntreut

Im Fall der mutmaßlichen Veruntreuung von Geldern durch den Ex-Vorsitzenden des Diakonie-Vereins Bad Brückenau ist jetzt die Schadenshöhe bekannt geworden. Dabei soll ein Schaden in Höhe von 70.000 Euro entstanden sein.
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Das Urteil gegen den ehemaligen Vorsitzenden des Bad Brückenauer Diakonievereins ist rechtskräftig. Foto: Ralf Ruppert
Das Urteil gegen den ehemaligen Vorsitzenden des Bad Brückenauer Diakonievereins ist rechtskräftig. Foto: Ralf Ruppert
Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt hat auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) erklärt, dass beim Diakonieverein Bad Brückenau-Eckarts ein Schaden von 70.000 Euro entstanden sein soll. "Dem Hauptverdächtigen liegt Untreue in zahlreichen Fällen zur Last, wobei die Untreuehandlungen im Zeitraum April 2008 bis Juli 2011 begangen worden sein sollen", sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Irene Singer.

Der aktuelle Vorsitzende Eberhard Schelle hatte am Mittwoch in der Mitgliederversammlung den Untreue-Verdacht gegen seinen Vorgänger bekannt gemacht. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass Schelle bereits im Juli 2012 Anzeige erstattete. Bezüglich zweier ehemaliger Mitarbeiter habe sich zudem ein Anfangsverdacht des Betruges und der Urkundenfälschung ergeben.

"Schlampige Dokumentation"

Seit März hat das Diakonische Werk Schweinfurt die Leitung des Pflegebetriebes in der Kurstadt übernommen. Dessen Geschäftsführer Jochen Keßler-Rosa sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass es sich bei den beiden Mitarbeitern um die ehemalige Pflegeleiterin der Diakoniestation Bad Brückenau sowie einen dortigen Büromitarbeiter handle.

Keßler-Rosa unterstrich auf epd-Anfrage, dass die rund 30 betreuten Patienten jederzeit voll versorgt worden seien. "Ich bin erschüttert und traurig", sagte er. Dem Büromitarbeiter sei bereits gekündigt worden, das gleiche werde bei der momentan kranken Pflegedienstleiterin angestrebt.

Der Pflegedienstleiterin warf er "schlampige Dokumentation" vor. Die Pflege selbst durch die acht Teilzeitkräfte in Bad Brückenau sei immer in Ordnung gewesen, sagte Keßler-Rosa. Er kündigte an, die Mitarbeiter aus Bad Brückenau notfalls über die Diakonie Schweinfurt zu beschäftigen, falls die Diakoniestation schließen müsse.

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