Steinach an der Saale
Jubiläum

60 Jahre als Entertainer in Steinach

Robert Burger ist der Mann der tiefen Töne bei der Sängerlust 1921 und wurde jetzt für seinen Einsatz geehrt.
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Der Männerchor des Gesangsvereins Sängerlust 1921 Steinach beim Auftritt mit Leiterin Andrea Metzler (rechts) Fotos: Björn Hein
Der Männerchor des Gesangsvereins Sängerlust 1921 Steinach beim Auftritt mit Leiterin Andrea Metzler (rechts) Fotos: Björn Hein
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Robert Burger war schon immer für die tiefen Töne zuständig. Seit nunmehr 60 Jahren singt der 74-Jährige den 1. Bass im Männerchor der Sängerlust Steinach. "Am liebsten singe ich deutsches Liedgut, aber auch anderem stehe ich offen gegenüber", sagt der altgediente Sänger. Burger wurde für sein jahrzehntelanges Engagement mit der Urkunde und der Goldenen Ehrennadel des Fränkischen Sängerbundes und des Deutschen Chorverbandes geehrt.


Robert Burger stieß als 15-jähriger zum Verein und wirkte als Kassier von 1974 bis 2000 in der Vorstandschaft. Danach war er für eine Wahlperiode Beisitzer. Langweilig wurde ihm seine Leidenschaft nie. "Ich werde so lange mitsingen, wie es geht. Mir macht es immer noch viel Spaß" meint er.

Buntes Rahmenprogramm

Bevor Burger seine Auszeichnung in Empfang nehmen durfte, stand er auf der Bühne. Mit dem "Entertainer", einem bekannten Rag von Scott Joplin, leitete der Männerchor mit viel Witz den Liederabend in der Steinacher Henneberg-Halle ein. Zahlreiche Chöre aus der Region führten den Abend mit einem bunten Programm weiter: Neben traditionellen deutschen Weisen gab es auch Traditionals, Spirituals und zeitgenössische Popmusik zu hören.

Keinesfalls fehlen durfte zum Beispiel der Frauenchor der Steinacher, der mit Hildegard Knefs "Für mich soll's rote Rosen regnen" die Zuhörer unterhielt. Die Chorleitung bei den Steinachern lag in den bewährten Händen von Andrea Metzler. Durch den Abend führte die Vorsitzende der Sängerlust Steinach, Claudia Metzler, die zwischen den einzelnen Stücken immer wieder Informationen über das Gehörte gab.

Dass ein Kirchenchor nicht nur ernste theologische Themen interpretieren kann, sondern auch weltliche Weisen mit viel Begeisterung zu singen weiß, zeigte der Kirchenchor "St. Petrus" aus Weisbach. Stücke wie "Wochenend und Sonnenschein" und der "Zottelmarsch" zauberten den Zuhörern ein Lächeln ins Gesicht.

Über ein weit gefasstes Repertoire verfügt der Gesangverein Liederkranz 1960 Oerlenbach. Der Einstieg geriet mit dem Spiritual "I've got peace like a river" harmonisch. Mit Hubert Goiserns "Weit weit weg" wurde es gefühlvoll, bevor sie mit viel südamerikanischem Esprit den "Mambo" von Herbert Grönemeyer aufführten.

Ganz klassisch dagegen kam der Valentin Rathgeber Chor aus Oberelsbach daher. Mit Schuberts "Die Forelle" ging es zurück in die klassisch-romantische Zeit. In eine ähnliche Richtung ging die Musik des Gesangvereins Frohsinn 1900 Riedenberg. Sie interpretierten Musik von Friedrich Silcher und Felix Mendelssohn-Bartholdy.
Mit viel musikalischer Abwechslung ging der Abend weiter: Die Sängerlust 1922 Oberthulba hatten ihren Auftritt, ebenso wie der Gesangverein Frohsinn 1893 Burglauer und der Sängerkranz Reichenbach. Den Schluss markierte wiederum der Gesangsverein Sängerlust 1921 Steinach, der mit dem Stück "Geh mit Gottes Segen" das Publikum in die Steinacher Nacht verabschiedete.
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