Bad Bocklet
Vorhaben

40 neue Parkplätze für Hotel

Am Kunzmann's soll nach Ende der Saison gebaut werden. Geplant sind weitere Stellplätze und eine neue, auch für große Lieferfahrzeuge geeignete Wendemöglichkeit.
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Der Eingangsbereich zum Hotel (rechts) soll modern und regensicher ausgebaut und der Wendehammer (links) entschärft werden.  Foto: Sigismund von Dobschütz
Der Eingangsbereich zum Hotel (rechts) soll modern und regensicher ausgebaut und der Wendehammer (links) entschärft werden. Foto: Sigismund von Dobschütz

Im Frühjahr wurde das ehemalige Sanatorium Trümbach abgerissen. Auf einem Teil des jetzt freien Grundstücks will die neue Eignerfamilie Kunzmann ab Herbst dringend benötigte Stellplätze für ihr benachbartes Kunzmann's Hotel & Spa schaffen. Gleichzeitig soll die verkehrshinderliche Situation am Endpunkt der Straße "An der Promenade" entschärft sowie der Zufahrtsbereich am Haupteingang ausgebaut und regensicher überdacht werden. Die Investitionskosten werden mit 1,2 Millionen Euro angegeben. Einem entsprechenden Bauantrag stimmte der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor seiner zweimonatigen Sommerpause am Dienstag schon zu, obwohl noch nicht alle Fragen rechtsgültig geklärt waren.

Für die steigende Zahl der Gäste sei die Zufahrtsmöglichkeit am Haupteingang viel zu eng, hatte Juniorchef Gregor Kunzmann bereits im April beim Abriss des Sanatoriums notwendige Baumaßnahmen angedeutet. Parkende Autos blockieren wegen der Enge oft die Rettungswege. "Es muss etwas getan werden", unterstützte deshalb auch Bürgermeister Andreas Sandwall (CSU) in der Ratssitzung diesen Bauantrag. Zur Lösung des Problems sollen nun im unteren Bereich des 4 500 Quadratmeter großen Trümbach-Grundstücks knapp 40 zusätzliche Parkplätze für das Hotel gebaut und eine neue, auch für große Lieferfahrzeuge geeignete Wendemöglichkeit geschaffen werden. Ein Parkplatz für die 55 Mitarbeiter soll eine eigene Zufahrt direkt von der Kissinger Straße bekommen.

Überdachter Eingang

Der Eingangsbereich zum Wellnesshotel soll dem Vier-Sterne-Standard entsprechend ausgebaut und über den Fahrbahnrand hinaus, also auch über öffentlichem Grund, überdacht werden, um den Gästen sogar bei Regen das bequeme Aus- und Einsteigen zu ermöglichen. Bei der Dachhöhe müsse unbedingt auf die Durchfahrtmöglichkeit der Feuerwehr geachtet werden, wurde während der Beratung vom Gemeinderat angemahnt. Bürgermeister Andreas Sandwall (CSU) versicherte, dass selbstverständlich alle Interessen Dritter - ob Feuerwehr, Wasserwirtschaftsamt oder andere - bei Planung und Bau ordnungsgemäß berücksichtigt werden.

Auf Nachfrage aus dem Gemeinderat musste Geschäftsleiter Thomas Beck eingestehen, dass das Einverständnis der Nachbarn noch nicht vorliegt, "aber die Anfrage läuft". Das Ergebnis sei deshalb zwar ungewiss, doch bei einem Widerspruch müsse dann eben das Landratsamt als genehmigende Behörde entscheiden. Oberbürgermeister Sandwall: "Wir haben dann mit unserem Beschluss wenigstens schon mal ein Zeichen gesetzt." Auch wasserrechtliche Fragen seien beim Parkplatzbau wegen des Heilquellenschutzes noch nicht abschließend geklärt.

Bei diesen noch ausstehenden, aber üblicherweise zur Beratung über einen Bauantrag im Gemeinderat sonst vorliegenden Antworten, zeigte sich trotz der Zustimmung, dass die "oft chaotischen Zustände vor dem Hotel" bereinigt werden müssen, aus formalen Gründen eine gewisse Unsicherheit über eine vom Bürgermeister gewünschte vorzeitige Abstimmung. Deshalb fragte der zweite Bürgermeister Holger Tillmann (CSU, Roth), ob der Gemeinderat nicht unter Vorbehalt zustimmen müsse. Bürgermeister Sandwall entgegnete, wenn sich in der Folge rechtliche Gründe ergeben würden, die diesem Bauantrag widersprechen, würde das Landratsamt ohnehin eingreifen. Diese Antwort wurde akzeptiert, weshalb der Gemeinderat einstimmig dem Bauantrag das gemeindliche Einvernehmen erteilte.

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