Zugegeben, das Bergauffahren muss man mögen. Wenn man das über 13 Kilometer hinweg auf sich nimmt, genug zu trinken dabei hat, wird man auf der Platzer Kuppe mit einer sehr schönen Aussicht belohnt.
Start ist in Schönderling. Hier kann man gut entweder an der Kirche (von Richtung Schondra kommend) oder am Sportheim (von Richtung Hammelburg kommend) parken. In beiden Fällen beginnt man auf der Dorfstraße und biegt nach etwa 300 Metern entweder rechts (Kirche) oder links (Sportheim) in die Hummelecke ein und von dort nach etwa 400 Metern am Bildstock auf den Fahrradweg nach Schondra.


Erster Blick zur Kuppe


Genau an der Stelle eröffnet sich dem Radler ein erster Blick zur Platzer Kuppe, östlich der schwarzen Berge gelegen, gut erkennbar durch ihre "Glatze" (unbewaldet) auf dem Gipfel. Der Radweg ist geteert, und es lässt sich gut vorbei an Feldern und Wiesen nach Schondra fahren. Hier landet man direkt in der Schulstraße, an deren Ende man kurz auf der Kissinger Straße fährt, um dann sofort nach links in die Mettermichstraße (bei Bäckerei Vogler) einzubiegen.

Jetzt geht es das erste Mal "sanft" bergauf. Am Ende dieser Straße gelangt man auf die Straße, die Schondra mit Schildeck verbindet. Hier grüßt die Mettermich, der "mystische Keltenberg", im Hintergrund erhebt sich der Dreistelz, die höchste Erhebung der südlichen Rhön, an seinem Fuße bunt verstreut die Häuser von Modlos und Dreistelzhof. Man biegt rechts ab und bleibt nun auf der Ortsverbindungsstraße, die nicht stark frequentiert ist, breit ausgebaut und daher auch für Kinder ab circa zehn Jahren gut zu fahren ist.

Der mittelschwere Anstieg wird einem versüßt durch den herrlichen Blick auf großräumige Wiesen, auf der rechten Seite grüßt ganz versteckt eine kleine Mariengrotte. Hier kann man erstmals eine kleine (Trink-) Pause einlegen. Nachdem man auf der Straße durch die Autobahnunterführung geradelt ist, geht es nach ungefähr 300 Metern - direkt vor dem gelben Wegweiserschild - nach Schildeck. Hier heißt es noch mal: kräftig in die Pedale treten. In Schildeck selbst wird man dann wieder mit einer weitläufigen Aussicht belohnt: die Autobahn A 7 schlängelt sich durch die Landschaft, der Blick schweift weit über Geroda und Platz hinaus.


Rücksichtsvolle Autofahrer


In Schildeck biegt man links ab Richtung Berghaus Rhön. Diese Straße ist zwar schmal, die Autofahrer jedoch sehr rücksichtsvoll und "radlerfreundlich". Wenn man dann acht Kilometer Anstieg auf dem Buckel hat, erreicht man den Parkplatz "Vier Eichen". Auch hier ist eine kleine Pause gut möglich. Es geht immer geradeaus, von weitem grüßt wieder die Platzer Kuppe und zieht einen magisch an. Nach circa einem Kilometer teilt sich die Straße, man fährt rechts ab Richtung Würzburger Haus - natürlich immer bergauf.

Doch die herrlich bunten Blumenfelder, die Bäume in verschwenderischem Grün, ein Blick auf Mettermich, Schildecker Berg, Dreistelzhof und die Dörfer rings umher lassen alle Strapazen vergessen. Außerdem laden Bänke links und rechts des Wegesrandes immer wieder zum Verweilen ein. Wer Lust auf ein kühles, alkoholfreies Bier hat, kann nach einem weiteren Kilometer links abbiegen, noch einen steilen Anstieg auf sich nehmen und am Würzburger Haus einkehren. Oder eben geradeaus weiterfahren.


Fahrrad abstellen


Nach circa drei Kilometern, die stellenweise durch Wald, aber immer auf gut geteerter Straße führen, teilt sich die Straße. Hier biegt man links ab und sofort wieder rechts, die Platzer Kuppe ist zum Greifen nah! Ein kleiner Trampelpfad führt direkt auf ihren Gipfel, nach ungefähr 200 Metern empfiehlt es sich, das Fahrrad abzustellen.
Jetzt zeigt der Kilometerzähler 13 Kilometer mehr als zu Beginn der Tour. Ein Blick Richtung Osten gibt die Ortschaften rund um Burkardroth frei. Nach etwa fünf Minuten bittersüß-steilem Aufstieg steht man am Gipfelkreuz.

Die Aussicht lässt sich nicht beschreiben, nur so viel: An diesem Fleckchen Erde berühren sich scheinbar Himmel und Erde. Der Blick schweift über die Dörfer Geroda (im Vordergrund), Schondra, Modlos, Schönderling (Ausgangspunkt), über den kleinen Büchelberg bis zum Sodenberg im Hintergrund. Aber auch der Kressberg, die Autobahnraststätte Rhön, Singenrain und viele andere Dörfer und Berge sind zu erkennen. Bei guter Sicht sieht man im Westen den Volkersberg. Wer sich nicht so gut auskennt, der genießt einfach dieses Panorama - und lässt sich zum Verschnaufen auf der Tour durch die "schwarzen Berge" auf einer Bank nieder.


Angenehme Heimreise


Wenn man es geschafft hat, sich von diesem Ort zu trennen, ist die Heimreise schnell erledigt, geht es doch vornehmlich bergab. Entweder man fährt auf der selben Route zurück. Oder man überquert in Schildeck die B 286, fährt auf der Schondraer Straße den gut ausgeschilderten Fahrradweg nach Schondra und von dort nach Schönderling. Man kann auch in Schildeck nach links auf die übersichtliche und breite B 286 abbiegen, genießt den Blick auf Geroda und Platz, schaut nochmal auf die schwarzen Berge und die Platzer Kuppe, biegt nach rechts Richtung Schondra ab fährt von dort zurück nach Schönderling.