Bad Kissingen
Einsatz

1000 Beteiligte bei Großübung in Österreich

Fünf Nationen nahmen an Österreichs bislang größter Übung teil, darunter auch 14 ehrenamtliche Einsatzkräfte des BRK-Bezirksverbandes Unterfranken.
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Großübung in Österreich: 300 Teilnehmer aus fünf Nationen, 1000 Beteiligte. Darunter waren auch 28 Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes, 14 davon ehrenamtliche Einsatzkräfte des BRK-Bezirkverbandes Unterfranken.Harald Erhard
Großübung in Österreich: 300 Teilnehmer aus fünf Nationen, 1000 Beteiligte. Darunter waren auch 28 Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes, 14 davon ehrenamtliche Einsatzkräfte des BRK-Bezirkverbandes Unterfranken.Harald Erhard

300 Teilnehmer aus fünf Nationen, 1000 Beteiligte: Drei Tage lang fand in Österreich im Bundesland Steiermark eine Großübung statt. Ein großes Erdbeben mit mehr als 1000 Toten und 300 Menschen, die noch unter Trümmern liegen, forderte die Einsatzkräfte. Da eine solche Lage mit lokalen Kräften nicht gestemmt werden kann, wurde der EU-Katastrophenschutz-Mechanismus aktiviert. 28 Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes unterstützten. Die Bereitschaften des BRK-Bezirksverbandes Unterfranken waren mit 14 ehrenamtlichen Einsatzkräften vor Ort im Einsatz bzw. als Übungsbeobachter aktiv. Diese kamen aus den Kreisverbänden Main-Spessart, Miltenberg, Rhön-Grabfeld, Haßberge und Würzburg.

Erdrutsch, Zugunglück, und brennende Kraftfahrzeuge

Geübt wurden Szenarien an rund 30 Plätzen im Raum Eisenerz: in entgleisten Eisenbahnwaggons, zerstörten Häusern, Höhlen oder Tunnels, in denen Fahrzeuge in Brand geraten waren. Es war die größte Übung, die es in Österreich bislang gab. Das Bayerische Rote Kreuz unterstützte mit 28 Einsatzkräften aus ganz Bayern. Auch ein allradbetriebenes Spezialfahrzeug vom Deutsche Roten Kreuz zum Abtransport von Verletzten im schwierigen Gelände kommt zum Einsatz. Die Koordinierung und Alarmierung von internationalen Einheiten übernahm die Einsatzzentrale in Brüssel. Neben Einheiten aus Deutschland, nahmen Bergungsspezialisten aus Ungarn, Höhlenretter aus Slowenien und etliche Katastrophenschutzeinheiten aus Österreich teil.

IRONORE2019 ist die Feuertaufe für eine neue Spezialeinheit des BRK. Diese Einheit ist darauf spezialisiert, sich über mindestens 48 Stunden selbst zu versorgen, Verletzte zu behandeln und zu transportieren, sowie Lageerkundung aus der Luft mit einer unbemannten Drohne durchzuführen. Und es kam eine weitere Einheit aus Bayern zum Einsatz: Diese ist spezialisiert auf Reinigungsverfahren von Verletzten und Betroffenen, die mit giftigen Stoffen in Kontakt gekommen sind. Der Übungsname "IRONORE2019" ergab sich aus dem Übungsort, dem Erzbergbau Eisenerz. Die Übung wurde durch die Europäische Kommission finanziert. Sohrab Taheri-Sohi

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