Stockstadt am Main
Enkeltrick

Unterfranken: Seniorin trickst Betrüger aus - Tatverdächtiger rast beinahe Polizisten um

In Stockheim (Landkreis Aschaffenburg) hat die Polizei zwei Enkeltrickbetrüger dank der Hilfe eines aufmerksamen Seniorenpaares festnehmen können. Ein Beamter wurde verletzt, da er einem Tatverdächtigen bei seiner Flucht mit dem Auto ausweichen musste.
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Durch das vorbildliche Mitwirken eines Seniorenpaares und den Einsatz zahlreicher Beamter der Aschaffenburger Polizei gelang am Freitag die Festnahme zweier mutmaßlicher Enkeltrickbetrüger. Armin Weigel/dpa
Durch das vorbildliche Mitwirken eines Seniorenpaares und den Einsatz zahlreicher Beamter der Aschaffenburger Polizei gelang am Freitag die Festnahme zweier mutmaßlicher Enkeltrickbetrüger. Armin Weigel/dpa

Durch das vorbildliche Mitwirken eines Seniorenpaares und den Einsatz zahlreicher Beamter der Aschaffenburger Polizei gelang am Freitag die Festnahme zweier mutmaßlicher Enkeltrickbetrüger. Auf der Flucht vor der Polizei versuchte ein Beschuldigter einen Beamten mit seinem Auto anzufahren. Die beiden Beschuldigten wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg am Samstagvormittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt und sitzen mittlerweile in Haft.

Frau am Telefon braucht mehrere tausend Euro

Die Rentnerin aus Stockstadt am Main hatte am Freitagvormittag ab 11.30 Uhr etliche Anrufe von einer Unbekannten erhalten. Die Frau am Telefon macht der Seniorin weiß, sie sei eine gute Bekannte, die dringend 23.000 Euro für den Kauf eines Oldtimers benötigte. Die äußerst agile 74-jährige Dame ließ sich jedoch von der üblichen Masche nicht täuschen und nahm zwischen mehreren Telefonaten mit der Betrügerin unbemerkt Kontakt mit der Polizei auf.

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Bote wird vor Ort festgenommen

Die Ermittler der Kripo Aschaffenburg und die Seniorin schmiedeten zügig einen Plan, ohne dass die Betrüger dies ahnten. So erschien gegen 17 Uhr ein Bote an der Wohnungstür der Zeugin. Der Mann gab vor, Notar zu sein und wie besprochen die Geldsumme abholen zu wollen. Doch dazu kam es nicht, der 17-Jährige aus dem Raum Mannheim wurde noch vor Ort durch Kripobeamte festgenommen.

Bruder des Boten flüchtet vor Polizei

Der zwei Jahre ältere Bruder des Tatverdächtigen hatte derzeit unweit des Tatortes in einem Wagen gewartet. Als er die Festnahme bemerkte, flüchtete er mit seinem Auto, wobei er sich von einem zivilen Polizeifahrzeug nicht aufhalten lies. Bei einem halsbrecherischen Wendemanöver beschädigte er zwei geparkte Fahrzeuge in der Dr.-Patt-Straße.

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19-Jähriger fährt auf Beamten zu

Der 19-Jährige setzte seine Flucht in Richtung Industriestraße fort, wobei er mit unvermittelter Geschwindigkeit auf einen 34-jährigen Polizeibeamten direkt zufuhr, der sich nur durch einen beherzten Sprung in letzter Sekunde zur Seite retten konnte und sich hierbei am Knie verletzte.

Mit verstärkten Kräften leitete die Aschaffenburger Kripo gemeinsam mit Unterstützung benachbarter Dienststellen und eines hessischen Polizeihubschraubers umgehend eine Großfahndung nach dem 19-Jährigen ein. Nachdem der Wagen des Mannes im Rahmen der Fahndung in der Ostendstraße verlassen aufgefunden und sichergestellt werden konnte, stellte sich der Flüchtige wenige Minuten später einer Polizeistreife.

Haftbefehl gegen die Brüder erlassen

Die beiden Brüder wurden am Samstagvormittag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg der Richterin am Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt. Sie erließ gegen den jüngeren des Duos Haftbefehl wegen versuchten gewerbsmäßigen Bandenbetruges. Gegen den 19 Jahre alten Beschuldigten erging Haftbefehl wegen versuchten gewerbsmäßigen Bandenbetruges in Tatmehrheit mit gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr sowie gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Im Anschluss an die Vorführung wurden die Beschuldigten in Justizvollzugsanstalten gebracht. Die nun anstehenden intensiven Ermittlungen führt die Kripo Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg.



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