Kleinostheim
Unfallserie

Massenkarambolage in Unterfranken: A3 stundenlang gesperrt - 5 Verletzte

Eine Unfallserie hat sich am Samstagabend auf der A3 in Unterfranken ereignet. Die Autobahn war sechs Stunden gesperrt.
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Die A3 war am Samstag stundenlang gesperrt. Symbolfoto: pixabay/Gellinger
Die A3 war am Samstag stundenlang gesperrt. Symbolfoto: pixabay/Gellinger
Sperrung der Bundesautobahn 3 im Kreis Aschaffenburg am Samstagabend: Die Straße war in Richtung Frankfurt sechs Stunden blockiert.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei war ein 51-jähriger VW-Fahrer gegen 19.16 Uhr auf dem mittleren Fahrstreifen unterwegs und wurde offensichtlich von dem Fahrer eines BMW ausgebremst. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, bremste der Golf-Fahrer, das Fahrzeug kam ins Schleudern und landete entgegen der Fahrtrichtung an der Mittelschutzplanke.

Der BMW-Fahrer fuhr weiter und ist noch nicht ermittelt. Noch vor der Verständigung der Polizei hielt ein junger Mann auf dem linken Fahrstreifen an, um zu helfen. Jedoch erkannte ein nachfolgender BMW-Fahrer auf der linken Spur die noch nicht abgesicherte Unfallstelle zu spät, erfasste beim Ausweichversuch einen Corsa auf der mittleren Spur und das Fahrzeug des Ersthelfers.


Den Rettungskräften bot sich ein Bild der Verwüstung


Vermutlich schleuderten die beiden Wagen im weiteren Verlauf über die A 3 und kollidierten mehrfach mit der Leitplanke. Dabei wurde der Motorblock aus dem Opel gerissen und prallte gegen einen weiteren BMW. Zudem war an dem Unfall ein Sattelzug beteiligt.

Vermutlich entstand am Lkw ein Schaden durch die schleudernden Fahrzeuge und umherfliegenden Teile. Über mehrere hundert Meter lagen auf der Fahrbahn Splitter und Fahrzeugteile, zudem liefen Betriebsstoffe aus.



Den zahlreichen Rettungskräften bot sich zunächst ein Bild der Verwüstung. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Fahrbahn gesperrt werden, eine Ableitung des Verkehrs erfolgte über die Nebenfahrbahn.

Fünf Menschen wurden durch den Rettungsdienst zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser verbracht. Lebensgefahr besteht glücklicherweise bei keinem Unfallbeteiligten.

Bis auf den Lkw mussten alle Fahrzeuge abgeschleppt werden. Zusätzlich zum Rettungsdienst waren mehrere Feuerwehren eingesetzt, zudem die Autobahnmeisterei Hösbach und eine Spezialfirma, um die Fahrbahn zu reinigen. Zur Klärung des Unfallherganges befand sich zudem ein Sachverständiger vor Ort.


Gegenstand der Ermittlungen ist derzeit unter anderem das flüchtige Fahrzeug aus dem Zulassungsbereich Wiesbaden. Mehrere Zeugen hatten sich bereits vor Ort bei der Polizei gemeldet. Weitere Hinweise nimmt die Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach unter Telefon 06021/8572530 entgegen.


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