Kleinostheim
Dreiste Aktion

Auto fährt Polizeiauto in die Seite - Fahrerin fährt einfach weiter: Dreiste Unfallflucht in Franken

Die Polizei war auf dem Weg zum Einsatz, als es in einer Engstelle auf ein Auto traf. Obwohl sich die Fahrerin und die Polizisten sahen, traf sie das Einsatzfahrzeug seitlich. Anstatt zu warten, fuhr sie weiter.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Polizisten aus Unterfranken waren auf dem Weg zu einem Einsatz, als es in einer Engstelle zum Aufeinandertreffen und dann auch zur Kollision mit der Unbekannten kam. Symbolfoto: RiegerPress
Die Polizisten aus Unterfranken waren auf dem Weg zu einem Einsatz, als es in einer Engstelle zum Aufeinandertreffen und dann auch zur Kollision mit der Unbekannten kam. Symbolfoto: RiegerPress

Aufgrund eines Einbruchs wurde die Polizei nach Kleinostheim im Landkreis Aschaffenburg alarmiert. Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Aschaffenburg machte sich in den frühen Morgenstunden mit Sonder- und Wegerechten auf den Weg nach Kleinostheim. Das schreibt die zuständige Polizeiinspektion am Samstagvormittag in ihrer Pressemeldung. Da sich der Verkehr am Ortseingang der B8 aufgrund einer roten Ampel staute, tastet sich das Dienstfahrzeug unter Zuhilfenahme der Gegenverkehrsspur in Richtung Ortsmitte vor.

Zusammenstoß mit Polizeiauto

Als die Streifenbesatzung in etwa 50 Meter Entfernung ein Fahrzeug im Begegnungsverkehr erkannte, blieb es im 45 Gradwinkel mit der Front in der Gegenfahrbahn stehen um das Polizeiauto passieren zu lassen. Obwohl das Streifenfahrzeug als Hindernis erkennbar war, Blickkontakt zwischen den Fahrern bestand und der Gegenverkehr über den angrenzenden Beschleunigungsstreifen zur Autobahn genügend Platz zum Ausweichen hatte, kam es zum Zusammenstoß. Kollegen der unterfränkischen Polizisten lieferten sich gleich zwei Verfolgungsjagden: Bei der einen trauten die Beamten ihren Augen nicht, bei der zweiten war der Grund der 50–Kilometer-Flucht schnell klar.

Hierbei rollte das entgegenkommende Fahrzeug ohne jegliche Lenkbewegung frontal auf die rechte Front des Dienstfahrzeugs. Durch die geöffneten Fahrerfenster wurde mit der Fahrzeugführerin Kontakt aufgenommen und diese gebeten, ihren Pkw an den rechten Fahrbahnrand zu fahren. Bis das Dienstfahrzeug gewendet hatte, waren jedoch Fahrerin und Fahrzeug verschwunden. Da zu diesem Zeitpunkt weder die Personalien der Fahrerin, sowie Fahrzeugtyp und Kennzeichen bekannt waren, werden Zeugen sowie die Fahrzeugführerin gebeten, sich mit der aufnehmenden Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach unter der Rufnummer 06021/857-2530 in Verbindung zu setzten.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.