Goldbach
Geisterfahrt

A3 nach Unfall stundenlang gesperrt - 61-Jährige als Geisterfahrerin unterwegs

Nach einem schweren Unfall musste die A3 bei Goldbach über drei Stunden komplett gesperrt werden. Doch es hätte alles noch viel schlimmer kommen können.
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Auf dem Weg zu einem Unfallort, kam der Polizei auf der A3 plötzlich ein Auto entgegen. Die Begründung der Fahrerin für ihr lebensgefährliches Manöver: Es hatte ihr zu lange gedauert. Symbolbild: Archiv
Auf dem Weg zu einem Unfallort, kam der Polizei auf der A3 plötzlich ein Auto entgegen. Die Begründung der Fahrerin für ihr lebensgefährliches Manöver: Es hatte ihr zu lange gedauert. Symbolbild: Archiv
Nach einem Unfall zwischen zwei Lkw am Donnerstagmittag musste die A3 bei Goldbach im Landkreis Aschaffenburg für mehr als drei Stunden komplett gesperrt werden. Das dauerte einer 61-Jährigen offensichtlich zu lange - sie drehte um und verursachte so eine lebensgefährliche Situation.

Wie die Polizei mitteilt, bemerkte zunächst ein Lkw-Fahrer, der die A3 bei Goldbach in Richtung Frankfurt fuhr, kurz nach 11 Uhr , den vor ihm stockenden Verkehr etwas zu spät. Er versuchte noch nach links auszuweichen, prallte jedoch nahezu ungebremst leicht versetzt auf das Heck des vor ihm fahrenden Lkw auf.


Lkw-Fahrer eingeklemmt - A3 über Stunden gesperrt


Das Führerhaus wurde hauptsächlich auf der Beifahrerseite stark eingedrückt, der 43-jährige Fahrer wurde dabei im Führerhaus eingeklemmt. Der Heckaufbau des zweiten Lkw verkeilte sich in der Front des auffahrenden Lkw. Durch die Unfallfahrzeuge und das Trümmerfeld war die A3 sofort ganzspurig blockiert. Trotz einer Verkehrsausleitung an der AS Ost mit Hilfe der umliegenden Feuerwehren und der Autobahnmeisterei entstand langer Rückstau. Die A3 war insgesamt 3 Std und 10 Minuten voll gesperrt. Wie durch ein Wunder blieben beide Lkw-Fahrer unverletzt.

Doch wenige Minuten nach dem Unfall hätte es beinahe den nächsten gegeben: Etwa gegen 11.45 Uhr fuhr eine Streife der Polizei die A3 in Richtung Frankfurt, um zum vorangegangen geschilderten Unfall zu gelangen. Die Lärmschutzeinhausung war zu diesem Zeitpunkt bereits gesperrt und da der Verkehr fast komplett abgeflossen war, befanden sich nur noch auf der rechten Spur der Anschlussstelle Goldbach Fahrzeuge im Stau.


Direkt vor Polizei: 61-Jährige wendet auf Autobahn


Als die Streife die Anschlussstelle Goldbach passierte, wendete, ca. 300 Meter vor der Streife, ein Auto auf der Autobahn und fuhr in der Mitte des linken und mittleren Fahrstreifens als Geisterfahrer in entgegengesetzter Richtung.

Die Streife konnte den Peugeot mit einer 61-jährigen Dame aus dem Landkreis Aschaffenburg glücklicherweise sofort anhalten und ihr beim Drehen behilflich sein.

Die Dame erklärte, ihr habe es im Stau zu lange gedauert, weshalb sie gewendet hatte und als Geisterfahrerin die Autobahn befuhr. Die Lebensgefahr, in der sie sich befand, war ihr offenbar nicht bewusst.



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