Weibersbrunn
Verkehrsunfall

A3: Bus schiebt Auto in die Betonleitwand - Fahrer fährt einfach weiter - Unfälle im Rückstau

Ein Busfahrer verursachte auf der A3 bei Weibersbrunn einen folgenschweren Unfall. Aber anstatt anzuhalten, fuhr der Mann einfach weiter.
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Das Auto, das der Bus auf der A3 in die Leitplanke gedrückt hatte, war nicht mehr fahrtüchtig. Der Busfahrer aber setzte seine Weiterfahrt unbeeirrt fort. Symbolfoto: Benjamin Nolte/dpa
Das Auto, das der Bus auf der A3 in die Leitplanke gedrückt hatte, war nicht mehr fahrtüchtig. Der Busfahrer aber setzte seine Weiterfahrt unbeeirrt fort. Symbolfoto: Benjamin Nolte/dpa

Unfall auf der A3 - Reisebus flüchtet: Am Sonntag (6. Oktober 2019) befuhr ein 44-Jähriger mit seinem Audi die A3 in Fahrtrichtung Frankfurt auf der mittleren von drei Fahrspuren. Das berichtet die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach am Tag danach. Gegen 10 Uhr am Sonntag scherte etwa auf Höhe der Anschlussstelle Weibersbrunn ein Reisebus mit Anhänger von der rechten auf die mittlere Fahrspur aus.

Auto neben ihm übersehen

Hierbei übersah der 39-Jährige Busfahrer das neben sich fahrende Auto offensichtlich. Der Audifahrer musste, um einen Zusammenstoß mit dem Bus zu verhindern, stark nach links ausweichen, verlor hierbei allerdings die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er schleuderte zunächst nach links in die Betonleitwand, prallte von dieser ab, schleuderte quer über die gesamte Fahrbahn nach rechts und kam schließlich abseits der Fahrbahn zum Stehen.

Busfahrer fährt einfach weiter

Hierbei wurde der Audifahrer leicht verletzt, der entstandene Sachschaden liegt bei etwa 6000 Euro. Der Busfahrer, welcher nach eigenen Angaben den Unfall bemerkt hatte, setzte zunächst seine Fahrt unbeirrt fort, konnte dann aber von einer Streife im hessischen Raum angehalten und kontrolliert werden. Der Fahrer gab hierbei an, zwar den Unfall bemerkt zu haben, sich aber keiner Schuld für dessen Ursache bewusst zu sein.

Ihn erwartet nun unter anderem eine Strafanzeige wegen unerlaubten Entfernens von der Unfallstelle und fahrlässiger Körperverletzung. Zur Unfallaufnahme, Bergung des Audi und Fahrbahnreinigung musste der rechte Fahrstreifen für ca. 45 Minuten gesperrt, hierdurch bildete sich ein Rückstau von mehreren Kilometern. Die Feuerwehren der Gemeinden Weibersbrunn und Waldaschaff sicherten hierbei den Verkehr ab. Im Rückstau ereigneten sich dann zwei weitere Auffahrunfälle mit Blechschaden in Höhe von rund 10.000 Euro.

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