Omersbach
Sagenumwobener Ort

Unfall auf dem Weg zur Teufelsmühle - was steckt hinter den Sagen und Geschichten?

Die Teufelsmühle im Vorspessart im Kreis Aschaffenburg ist ein sagenumrankter Ort. Was steckt hinter den Geschichten rund um diesen Ort - ist er verflucht?
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Die Teufelsmühle im Vorspessart im Kreis Aschaffenburg ist ein sagenumrankter Ort. Was steckt hinter den Geschichten rund um diesen Ort - ist er verflucht? Foto: Pixabay
Die Teufelsmühle im Vorspessart im Kreis Aschaffenburg ist ein sagenumrankter Ort. Was steckt hinter den Geschichten rund um diesen Ort - ist er verflucht? Foto: Pixabay

Auf dem Weg zur mysteriösen Teufelsmühle sind am vergangenen Wochenende ein Mann und drei Kinder verunglückt- sie hatten jedoch Glück im Unglück. Sie wollten am späten Samstagabend den mythischen Ort im Teufelsgrund erkunden.

Doch was zog die vier eigentlich zu der Mühle mit dem außergewöhnlichen Namen? Reihen sie sich ein in die Unglücksfälle im Zusammenhang mit den Sagen rund um die Mühle? Und was hat der Teufel eigentlich damit zu tun?


Die Sagen rund um die Teufelsmühle

Der Name der Teufelsmühle rührt von einer Sage, nach der einst der Satan selbst im Teufelsgrund anwesend war. Die Überlieferung weiß zu berichten, dass der Müller, der in der dortigen Mühle einst seinem Handwerk nachging, unehrlich geworden war und daher aus der Gunst der Leute gefallen war.

Daraufhin verarmte er zusehends und so verfiel auch das Bauwerk: Durch einen Riss in der Mühlenwand floss laut der Sage Wasser in das Gebäude. Angeblich soll nun der Müller ausgerufen haben, den Riss möge der Teufel holen, was sich dieser nicht zweimal sagen ließ.

Der Höllenfürst erschien und versprach dem Müller, den Riss zuzumauern, wenn er nur die Seele des Mannes im Tausch dafür bekäme. Der Müller stimmte zu und der Teufel versprach, den Riss bis zum Morgengrauen zuzumauern. Sollte er es nicht bis zum ersten Hahnenschrei schaffen, müsse der Müller seine Seele nicht abgeben.


Der Müller erzählte seiner Frau reumütig von dem Handel. Sie versprach, ihm aus der Misere zu helfen. Als der Teufel beinahe fertig war mit dem Mauerwerk, ahmte die Frau des Müllers, die sich unterdessen heimlich in den Hühnerstall gesetzt hatte, den Ruf des Hahnes nach - der Teufel suchte das Weite. Ein Teil des Risses blieb und die Mühle heißt bis auf den heutigen Tag "Teufelsmühle".

 


Seltsame Begebenheiten - bringt die Mühle Unglück?

Doch die Sage um die Teufelsmühle ist nicht das einzige Berichtenswerte über den Ort. Der Überlieferung zufolge zieht der Teufelsgrund das Unglück förmlich an: So traf einst die Kugel eines Jägers dort versehentlich den eigenen Sohn. Ein Bildstock unterhalb des Hofes Frohnbügel erinnert auch heute noch daran. Später ertrank eine Frau, als sie auf dem Weg von Omersbach zum Frohnbügel den Geiselbach überqueren wollte.

Ein Waldarbeiter verunglückte in der Nähe von Hüttelngesäß tödlich - auch an dieses Unglück erinnert ein Gedenkstein. Außerdem kündet ein anderes Stein-Denkmal vom Tod eines Mannes, der im Teufelsgrund an einem Herzanfall gestorben ist.

Und nun das Unglück am Wochenende, das sich zum Glück nicht in die tragischen Vorfälle einreiht, sondern wohl eher den Wetterumständen geschuldet sein dürfte. Dem Flair der Teufelsmühle und des sagenumwobenen Teufelsgrunds tut dies jedoch keinen Abbruch.

 

 

 

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