Aschaffenburg
Notruf

Übler Scherz in Aschaffenburg: Mann täuscht Tötung vor und löst Großeinsatz aus

Besorgniserregender Notruf in Aschaffenburg: Ein unbekannter Anrufer meldete ein Tötungsdelikt in seiner Wohnung. Wie sich später herausstellte, hatte sich jemand einen "Scherz" mit strafrechtlichen Konsequenzen erlaubt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein Anrufer hat in Aschaffenburg einen Großeinsatz ausgelöst. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa
Ein Anrufer hat in Aschaffenburg einen Großeinsatz ausgelöst. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Etwa gegen 21:00 Uhr am Sonntag erreichte die Polizeiinspektion Aschaffenburg laut Polizeibericht ein nicht alltäglicher Notruf, welcher einen Großeinsatz der Polizei nach sich zog. Ein männlicher Anrufer teilte mit, er habe soeben seine Frau getötet und werde sich nun in seiner Wohnung verschanzen.

Das Wohnhaus in der Goethestraße wurde umgehend durch mehrere Streifen angefahren. Mehrere Versuche einer Kontaktaufnahme mit dem Mann scheiterten. Bevor weitere Maßnahmen getroffen wurden, konnte der angebliche Anrufer beim Verlassen einer Nachbarwohnung zunächst vorläufig festgenommen werden. Bei einer sofortigen Nachschau in der Wohnung des Mannes öffnete seine Ehefrau wohlbehalten die Tür.

Die genauen Hintergründe des Notrufs sind nun Gegenstand der Ermittlungen der Polizeiinspektion Aschaffenburg. Derzeit ist davon auszugehen, dass der Bewohner den Notruf nicht selbst getätigt hat, sondern ein bislang Unbekannter sich einen üblen Scherz erlaubt hat.

Neben den strafrechtlichen Konsequenzen - entsprechende Ermittlungsverfahren wegen des Missbrauchs von Notrufen sowie dem Vortäuschen einer Straftat wurden eingeleitet - wird auch geprüft, ob dem noch unbekannten Anrufer die nicht unerheblichen Kosten des Einsatzes auferlegt werden. Für das Vortäuschen einer Straftat sieht das Strafgesetzbuch eine Strafandrohung von bis zu 3 Jahren Haft oder Geldstrafe vor.



Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.