Hösbach
Tierische Odyssee

Stürmisches Wiedersehen: Hündin Rapunzel kehrt nach 400 Kilometern zurück nach Franken

Ende gut, alles gut: Die Schäferhündin Rapunzel aus Franken ist nach ihrer 400-Kilometer-Wanderung zurück bei ihrem Frauchen. Es stand kritisch um sie.
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Ende gut, alles gut. Die Schäferhündin Rapunzel aus Franken hat das ungewollte Abenteuer einer 400-Kilometer-Wanderung überstanden. Dabei stand es zuletzt sehr kritisch um sie. Foto: Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa
Ende gut, alles gut. Die Schäferhündin Rapunzel aus Franken hat das ungewollte Abenteuer einer 400-Kilometer-Wanderung überstanden. Dabei stand es zuletzt sehr kritisch um sie. Foto: Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa

Nach einer fast halbjährigen Odyssee ist die Schäferhündin Rapunzel wieder zurück im fränkischen Hösbach in der Obhut ihrer Familie. "Es war ein stürmisches, freudiges Wiedersehen. Rapunzel hat sich noch etwas mehr gefreut als sonst", sagte die erleichterte Besitzerin Jasmin Ehret-Väth, nachdem sie am Samstag ihr Haustier aus dem Tierkrankenhaus der Universität Zürich abgeholt hatte.


Rapunzel: Beim Tierarzt lief die Hündin weg
 

Rapunzel war damals weggelaufen, als sie beim Tierarzt war. Ihre Besitzer suchten das Tier mit Zeitungsanzeigen und auch im Internet. Und sie bekamen tatsächlich immer wieder Hinweise, dass Rapunzel gesehen wurde. Mitte Februar tauchte Rapunzel an einer Autobahn nahe der Stadt Zürich in unserem Nachbarland Schweiz auf. Ob sie die weite Strecke ganz allein gelaufen ist? Rapunzel war wohl rund 400 Kilometer vom fränkischen Hösbach bei Aschaffenburg in die Schweiz gewandert. Dort hatten Rettungssanitäter die Hündin am 9. Februar in schlechtem Zustand an einer Autobahn bei Zürich gefunden.

"Die Hündin war mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Auto angefahren worden", sagte Universitätssprecher Beat Müller. Das Tier hatte innere Blutungen, Beckenbrüche und die Milz musste ihm entfernt werden. Anfänglich sei es nicht sicher gewesen, ob sie es schaffen werde, sagte Oberarzt Philipp Schmierer. Dank der Betreuung auf der Intensivstation kam die Schäferhündin aber wieder zu Kräften.


Vom Auto angefahren: "Sie braucht noch intensive Betreuung"
 

"Rapunzel hat keine psychischen Schäden. Sie macht einen guten Eindruck", freute sich das 41-jährige Frauchen am Samstag. Allerdings sei sie noch nicht so beweglich und könne wohl erst in vier Wochen wieder Treppen steigen. "Sie braucht schon noch intensive Betreuung", so Ehret-Väth. Zu Hause warten noch drei Schäferhunde auf die achtjährige Rapunzel.

Weil die Hündin einen Chip trug, konnten nach ihrem Auffinden ihre Besitzer schnell ermittelt werden. Sie wolle ihre Hündin nun einfach ständig "streicheln und füttern", sagte das Frauchen zu den weiteren Betreuungsplänen.



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