Weibersbrunn

Nach Unfallflucht auf A3: Porsche-Fahrer verfolgt Flüchtenden über 36 Kilometer

Eine ungewöhnliche Verfolgungsjagd ereignete sich am Wochenende auf der A3 im Kreis Aschaffenburg: Nach einem Unfall verfolgte das Unfallopfer den Verursacher kurzerhand selbst.
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Nachdem ein VW-Fahrer ihn auf der A3 gerammt hatte, verfolgte ein Porsche-Fahrer den Flüchtigen 36 Kilometer weit. Symbolfoto: Lukasz Szczepanski
Nachdem ein VW-Fahrer ihn auf der A3 gerammt hatte, verfolgte ein Porsche-Fahrer den Flüchtigen 36 Kilometer weit. Symbolfoto: Lukasz Szczepanski

Aus Sicht der Polizei alles richtig gemacht hat ein 45-jähriger Porschefahrer aus dem Landkreis Ulm: Ihm war zuvor auf der A3 bei Weibersbrunn ein VW-Transporter aus Hanau beim Spurwechsel zu nahe gekommen, so dass es zu einem Zusammenstoß der Fahrzeuge kam.

Der guten Reaktion eines daneben fahrenden Lkw-Fahrers war es zu verdanken, dass dieser durch ein Ausweichmanöver einen größeren Unfall verhinderte.

Der Unfallverursacher indes zeigte sich unbeeindruckt von dem Unfall und setzte seine Fahrt unbekümmert fort. Aufgrund der nur leichten Unfallbeschädigungen seines Porsche Panamera konnte der 45-Jährige den Unfallverursacher verfolgen - insgesamt 36 Kilometer lang.

23-Jähriger weigert sich zu stoppen

Denn der VW-Fahrer verließ an der Anschlussstelle Rohrbrunn die Autobahn und fuhr auf der Landstraße in Richtung Marktheidenfeld weiter. Unbeeindruckt vom dahinter fahrenden Porsche, welcher durch permanente Lichthupe auf seinen Unfall aufmerksam machen wollte.

Durch die stetige Standortangabe des Geschädigten war es der Polizei möglich, den VW-Crafter letztendlich in Zellingen anzuhalten. Der 23-jährige Fahrer gab hierbei an, den Unfall überhaupt nicht bemerkt zu haben. Der Gesamtschaden beläuft sich schätzungsweise auf ca. 10.000 Euro.

Ob der Fahrer des Crafters den Unfall tatsächlich nicht bemerken konnte, ist nun Gegenstand der Ermittlungen.

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