Kleinostheim
Verkehr

Mega-Stau auf der A3 nach Unfall: Autofahrer schlafen reihenweise am Steuer ein

Einen solchen Stau gibt es selten: Weil sich die Bergungsarbeiten nach einem Unfall auf der A3 am Donnerstag so lange hinzogen, schliefen einige Autofahrer im Stau hinter dem Steuer ein.
Artikel drucken Artikel einbetten
Beim einem Mega-Stau auf der A3 haben einige Autofahrer ein kleines Nickerchen gehalten. Symbolfoto: Roland Holschneider/dpa
Beim einem Mega-Stau auf der A3 haben einige Autofahrer ein kleines Nickerchen gehalten. Symbolfoto: Roland Holschneider/dpa
Auf der A3 krachte es laut Polizeibericht am frühen Donnerstagmorgen am Baustellenbeginn bei Kleinostheim erneut: Gegen 4.00 Uhr fuhr hier ein 57-Jähriger aus dem Kreis Freising mit seinem Kleintransporter und Anhänger in Fahrtrichtung Frankfurt auf dem rechten Fahrstreifen. Durch einen Fahrfehler kam er nach links in den gesperrten Bereich der Baustelle und überfuhr mindestens 11 der zur Absicherung aufgestellten Warnbaken mit Beleuchtungseinheit.
Im abgesperrten Bereich kam er zum Stehen. Teile der zerstörten Warnbaken flogen quer über alle Fahrstreifen und kamen auf der Fahrbahn zum Liegen. Verletzt wurde niemand. Der Transporter war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Während der Bergungs- und Aufräumarbeiten musste die A 3 in Richtung Frankfurt voll gesperrt werden.


"Wieder einmal keine Rettungsgasse"

Die Arbeiten verzögerten sich massiv, weil Autofahrer wieder einmal keine Rettungsgasse für die anrückenden Hilfskräfte bildeten. In einem Fall standen gleich drei Lkw verbotswidrig nebeneinander und stellten alle drei Fahrstreifen zu.

Hinzu kam noch, dass viele Autofahrer - auch Pkw-Insassen - mit zunehmender Standzeit sich zur Ruhe begaben und am Steuer schliefen. Sie mussten bei der Durchfahrt der Polizeikräfte erst geweckt werden! Nachdem der Abschleppwagen keine Chance hatte, von hinten durch den Stau hindurch an den Unfallort zu kommen, wurde er zur Anschlussstelle Aschaffenburg beordert und von dort aus unter Vollsperrung entgegengesetzt zur Fahrtrichtung zur Einsatzstelle gelotst.

Erst gegen 05.45 Uhr konnten die beiden Fahrstreifen der Hauptfahrbahn wieder freigegeben werden. Die Nebenfahrbahn musste allerdings noch geraume Zeit gesperrt bleiben, weil hier die zerstörte Absicherung wieder aufgebaut werden musste. Erst gegen 07.20 Uhr war die Unfallstelle wieder komplett geräumt.

Der Rückstau reichte in seiner größten Ausdehnung über 15 km fast bis zur Anschlussstelle Bessenbach/Waldaschaff zurück. Dabei löste er an der Lärmschutzeinhausung bei Goldbach/Hösbach die sogenannte "Blockabfertigung" aus. Bis zur Normalisierung der Verkehrslage dauerte es schließlich noch bis in den Vormittag hinein.


Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.