Waldaschaff
Haftbefehl

Großfahndung in Unterfranken: Rasante Verfolgungsjagd nach Einbruch in Feuerwehrhaus

Eine rasante Verfolgungsjagd lieferten sich am Samstagabend mutmaßliche Einbrecher und die Polizei. Die Täter flüchteten mit teils 200 km/h.
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Eine rasante Verfolgungsjagd lieferten sich am Samstagabend mutmaßliche Einbrecher und die Polizei. Die Täter flüchteten mit teils 200 km/h. Symbolfoto: Frank Rumpenhorst/dpa
Eine rasante Verfolgungsjagd lieferten sich am Samstagabend mutmaßliche Einbrecher und die Polizei. Die Täter flüchteten mit teils 200 km/h. Symbolfoto: Frank Rumpenhorst/dpa
Am Samstagabend sind Unbekannte in ein Feuerwehrhaus in Waldaschaff im Kreis Aschaffenburg eingebrochen, um Werkzeug zu erbeuten. Nach der Entdeckung durch Zeugen flüchteten die Männer laut Polizei mit einem BMW.

Im Rahmen einer Großfahndung, in die auch die hessische Polizei eingebunden war, nahm die Aschaffenburger Polizei einen der drei flüchtenden Tatverdächtigen in Hessen fest. Der 32-Jährige sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.


Was war passiert?

Gegen 22.50 Uhr war bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken über Notruf die Mitteilung eingegangen, dass soeben mehrere Personen in das Feuerwehrhaus in Waldaschaff eingebrochen wären. Durch die aufmerksamen Zeugen wurde zudem ein vom Tatort flüchtender BMW X1 mit ausländischem Kennzeichen mitgeteilt. Die Täter hatten dem aktuellen Ermittlungsstand nach ein Fenster aufgebrochen und aus dem Feuerwehrhaus Spezialwerkzeug im Wert von mehreren tausend Euro entwendet. Vieles spricht derzeit dafür, dass dies für den Einsatz bei weiteren Straftaten genutzt werden sollte, wie die Polizei mitteilt.


Verfolgungsjagd mit hoher Geschwindigkeit

Eine Großfahndung wurde umgehend eingeleitet. Der BMW flüchtete zunächst mit hoher Geschwindigkeit, teilweise weit über 200 km/h, über die A3 in Richtung Frankfurt am Main und verließ die Autobahn schließlich Richtung Seligenstadt in Hessen. Der Fahrer führte seine laut Polizei halsbrecherische Fahrt ohne Licht und auch innerorts mit Spitzengeschwindigkeiten von über 100 km/h fort. Während der Flucht warfen die Insassen immer wieder Gegenstände aus dem Fahrzeug, denen die nachfolgende Streife teilweise ausweichen musste.

Im hessischen Seligenstadt fuhr das Auto schließlich in eine Sackgasse und alle drei Insassen verließen fluchtartig das Fahrzeug. Eine Polizeistreife nahm einen der Männer nach kurzer Verfolgung zu Fuß noch vor Ort vorläufig fest. Der 32-Jährige, der zuvor den Wagen gefahren hatte, musste die Beamten zur Dienststelle begleiten.


Großfahndung in vollem Gange

Der Einsatzleiter erhielt unterdessen auch von der hessischen Polizei tatkräftige Unterstützung. Mit mehreren Streifen, einem Hundeführer und einem Polizeihubschrauber beteiligten sich die hessischen Kräfte an der Fahndung nach den flüchtigen zwei Tätern. Dennoch verlief die Suche nach den beiden Männern bislang ohne Ergebnis. Der BMW und auch Teile des gestohlenen Werkzeugs dagegen konnte von Beamten sichergestellt werden.


Polizei hofft auf Hinweise

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg sitzt der 32-jährige Beschuldigte in Untersuchungshaft. Für die Fahndung nach den weiteren Beteiligten, hofft die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Bei den riskanten Fahrmanövern des Beschuldigten, der auf der Autobahn Fahrzeuge rechts überholt hatte und auch in Kreuzungen trotz Rotlicht der Lichtzeichenanlagen eingefahren war, könnten Verkehrsteilnehmer behindert und gefährdet worden sein. Zeugen, die gefährdet wurden, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06021/857-2230 mit der Aschaffenburger Polizei zu melden.
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