Aschaffenburg
Messerattacke

Messerattacke im ICE vor Aschaffenburg - Fahrgäste überwältigen Täter

In einem ICE wurde am Freitagabend bei Aschaffenburg ein Mensch verletzt. Der Täter hatte mit einem Messer auf ihn eingestochen.
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In einem ICE wurde am Freitagabend bei Aschaffenburg ein Mensch verletzt. Der Täter hatte mit einem Messer auf ihn eingestochen. Symbolbild: Wolfgang Thieme/dpa
In einem ICE wurde am Freitagabend bei Aschaffenburg ein Mensch verletzt. Der Täter hatte mit einem Messer auf ihn eingestochen. Symbolbild: Wolfgang Thieme/dpa
In einem ICE von München nach Dortmund hat am Freitagabend kurz vor dem Aschaffenburger Hauptbahnhof ein 43-jähriger Mann eine Person mit einem Messer attackiert.

Der Tatverdächtige konnte durch mehrere Polizeibeamte außer Dienst und Soldaten der Bundeswehr überwältigt werden. Ein politischer oder terroristischer Hintergrund kann nach derzeitigem Stand ausgeschlossen werden.


Aktualisierung am Samstagmittag:

Nachdem ein 43-Jähriger am Freitagabend in einem ICE einen 27-Jährigen mit einem Messer attackiert hat, konnte der Geschädigte das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen. Die Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Aschaffenburg erließ heute gegen den Mann Haftbefehl wegen versuchten Mordes. Es gibt weiterhin keine Anzeichen für einen politischen oder terroristischen Hintergrund.

Der 43-jährige Tatverdächtige wurde am heutigen Samstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg der Ermittlungsrichterin vorgeführt. Dieser ordnete gegen den Mann wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung die Untersuchungshaft an. Der Haftbefehl wurde dem 43-Jährigen auf Grund seiner gesundheitlichen Probleme im Krankenhaus eröffnet. Zwischenzeitlich wurde er in eine umliegende Justizvollzugsanstalt eingeliefert.


Tatablauf

Etwa gegen 17.30 Uhr ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken ein Notruf aus einem ICE in Richtung Aschaffenburg ein. Ein stark alkoholisierter Fahrgast hatte einen 27-Jährigen nach ersten Erkenntnissen grundlos mit einem Messer attackiert. Der Tatverdächtige wurde daraufhin durch mehrere zufällig anwesende Polizeibeamte außer Dienst und Soldaten der Bundeswehr überwältigt. Der Zug wurde am Aschaffenburger Hauptbahnhof durch mehrere Streifen der örtlichen Dienststellen in Empfang genommen.

Der 27-jährige Geschädigte wurde durch den Angriff verletzt und zur weiteren Behandlung in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. Nach derzeitigem Stand besteht jedoch keine Lebensgefahr. Der 43-jährige Tatverdächtige klagte nach seiner Festnahme über gesundheitliche Probleme und kam zur Behandlung ebenfalls in ein umliegendes Krankenhaus. Er wird hierbei durch Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Aschaffenburg bewacht.

Die genauen Hintergründe der Tat sind nun Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei Aschaffenburg. Nach derzeitigem Stand kann ein politischer oder terroristischer Hintergrund ausgeschlossen werden. Zwischen den beiden Beteiligten bestand des Weiteren keinerlei Vorbeziehung.

Der betroffene ICE sowie das Gleis am Aschaffenburger Hauptbahnhof waren für die Dauer der polizeilichen Maßnahmen für mehrere Stunden gesperrt. Es kam zu erheblichen Beeinträchtigungen im Schienenverkehr.

Der 43-jährige Tatverdächtige musste im Krankenhaus eine Blutentnahme über sich ergehen lassen. Nach Abschluss seiner medizinischen Behandlung wird er die Nacht in einer Haftzelle verbringen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wird am morgigen Samstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wird von einem versuchten Tötungsdelikt ausgegangen.

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