Harsdorf

Zweiter Mast geplant

Entlang der Autobahn soll die 5G-Versorgung verbessert werden - auch um das autonome Fahren zu ermöglichen.
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Der 50 Meter hohe Sendemast für die 5G-Versorgung in Harsdorf steht mittlerweile. Foto: Werner Reißaus
Der 50 Meter hohe Sendemast für die 5G-Versorgung in Harsdorf steht mittlerweile. Foto: Werner Reißaus

Die Gemeinde Harsdorf will sich an der Initiative "Wir jagen Funklöcher" der Telekom Deutschland GmbH beteiligen. Konkret geht es um die Ortschaft Oberlaitsch. Hier wird vorgeschlagen, am Wasserhochbehälter einen Sendemasten aufzustellen, hieß es in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Dass inzwischen an der Autobahn ein weiterer Funkmast errichtet wurde, hat laut Bürgermeister Günther Hübner (CSU) nichts mit dem Netz der Telekom zu tun. Über die Sendeanlage am Parkplatz und Wertstoffplatz "Dampferstadl" habe der Gemeinderat schon vor einigen Monaten beraten - "und auch den Bau beschlossen".

Besserer Handy-Empfang

Der Sendemast sei für die 5G-Versorgung und damit langfristig für die Umsetzung des autonomen Fahrens erforderlich. Er verbessere auch den Handy-Empfang in Harsdorf. "Wir haben lediglich darüber verhandelt, dass der Sendemast etwas weiter von der Ortschaft wegkommt, ausgemittelt zwischen Haselbach und der Bebauung in der Hettersreuther und der Birkenstraße. Er ist mindestens um rund 250 Meter von der Ortschaft weggerückt worden. Auf den Bau selber hatten wir überhaupt keinen Einfluss."

Gleich dreimal will sich die Gemeinde Harsdorf um eine Förderung für den Ausbau des Kernwegenetzes in der integrierten ländlichen Entwicklungsachse (Ile) "Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland" bemühen. Konkret geht es um die Gemeindeverbindungsstraße von Oberlaitsch nach Lanzendorf, den Weg am Bindlacher Berg zur Autobahnbrücke und einen öffentlicher Feld- und Waldweg bei Lettenhof.

Wie Günther Hübner (CSU) aufzeigte, werden die Wege mit Banketten und einem Entwässerungsgraben versehen und eine Gesamtbreite von immerhin neun Metern haben. Die Fahrbahn sei auf eine Breite von 3,50 Metern beschränkt. Die genaue Planung soll dem Gremium im November vorgestellt werden.

"Grünes Licht" gab der Gemeinderat für das Aufstellen einer Mitfahrbank. Als möglichen Standort schlug Bürgermeister Hübner einen Platz gegenüber der Bäckerei Wagner oder im Bereich des Gemeindezentrums "Zur Tanne" vor. Offen ist noch, ob auch in Zettmeisel eine Bank aufgestellt wird.

Der Ausbau der Staatsstraße 2183 nördlich von Ramsenthal bis Harsdorf liegt laut Günther Hübner im Zeitplan. Die Firma Rädlinger leiste gute Arbeit.

Dass inzwischen ein Biber an dem alten Drainagengraben an der Einmündung zur "Trebgast" zugange ist, blieb nicht unkommentiert. "Mir ist nur wichtig, dass die Gräben auch ordentlich entwässern", sagte dazu der Bürgermeister.

Inzwischen erfolgte auch die Asphaltierung des öffentlichen Feld- und Waldweges von Sandreuth nach Harsdorf. Einig war man sich im Gemeinderat, dass dieser Weg, der gleichzeitig auch eine Verbindung nach Ramsenthal herstellt, bei der Einmündung beziehungsweise Abzweigung nach Sandreuth die Vorfahrt erhalten soll. Die notwendige Beschilderung soll dort in Kürze angebracht werden.

Abgeschlossen sind inzwischen auch Ertüchtigungsarbeiten an der öffentlichen Wasserleitung in Sandreuth und am öffentlichen Feld- und Waldweg in Richtung Harsdorf. Zusammenfassend lobte Bürgermeister Hübner die gute Zusammenarbeit der Grundstückseigentümer mit der Gemeinde, dem Staatlichen Bauamt und der ausführenden Firma: "Es ist alles sehr gut gelaufen!"

Blick auf den Haushalt

Auf Zustimmung stieß der Vorschlag von Bürgermeister Hübner, den Haushalt 2020 noch vom derzeitigen Gemeinderat verabschieden zu lassen. Die Wasserversorgung werde enorme Finanzmittel binden. Auch die Personalkosten und weitere Sanierungsarbeiten am gemeindlichen Straßennetz würden die Kommune im stärkeren Maße als bisher fordern. "Ich hoffe aber darauf, dass uns erneut eine Stabilisierungshilfe gewährt wird. Die Entscheidung fällt jetzt im Oktober beziehungsweise November", sagte das Gemeindeoberhaupt.

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