Gößweinstein

Zwei "Tonkünstler"

Festliche Musik spielten in der Basilika Gößweinstein der Regionalkantor und Organist Georg Schäffner und der Trompeter Lutz Randow von den Bamberger Symphonikern.
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Georg Schäffner an der Orgel, dahinter Schäffners Meisterschülerin Susanne Heid aus Hundsboden als Registrantin und Lutz Randow mit der Trompete  Foto: Thomas Weichert
Georg Schäffner an der Orgel, dahinter Schäffners Meisterschülerin Susanne Heid aus Hundsboden als Registrantin und Lutz Randow mit der Trompete Foto: Thomas Weichert

Wenn Regionalkantor und Organist Georg Schäffner auf der prachtvollen Kirchenorgel der Basilika zur Heiligen Dreifaltigkeit in Gößweinstein Orgel spielt, ist es purer Genuss, diesem Spiel zuzuhören. Wenn Schäffner dann noch zusammen mit einem weiteren Meister seines Fachs ein festliches Konzert für Trompete und Orgel gibt, dann ist die Kirche voll, selbst wenn herrlichstes Badewetter herrscht.

Das Kuratorium zur Förderung von Kunst und Kultur im Forchheimer Land hatte in Kooperation mit der Volkshochschule Forchheim zu der Konzertveranstaltung unter dem Motto "Festliche Musiken" eingeladen. Die Basilikakonzerte haben inzwischen weithin einen guten Ruf.

Diesmal war der Trompeter Lutz Randow von den Bamberger Symphonikern Schäffners Musikerpartner hoch droben auf der Orgelempore. Randow beherrscht das Spiel auf Blechblasinstrumenten par excellence. Dies hat er seinem Studium an der Hochschule für Musik und seinem musikalischen Werdegang als Kammermusiker und Solotrompeter am Hans-Otto-Theater in Potsdam und als Solist in der Dresdner Philharmonie zu verdanken.

Weltweit in Konzertsälen

Randow musizierte auch schon in vielen weltweit bedeutenden Konzertsälen und unterrichtete dann selbst an der Hochschule für Musik in Nürnberg Trompete. Zum Konzert nach Gößweinstein hatte er auch ein ganz besonderes Instrument mitgebracht: ein sogenanntes "Corno da caccia", also ein Piccolohorn, dem der Meisterbläser beim "Lobet dem Herrn" von Johann Sebastian Bach feinste Töne entlockte.

Dass Schäffner, der schon 1980 die Gößweinsteiner Basilikakonzerte ins Leben gerufen hatte, an der Orgel ein "Tonkünstler" ist, ist bekannt. Viele wissen aber vielleicht noch nicht, dass Schäffner neben vielen Auszeichnungen wie dem Kulturpreis auch an der päpstlichen Musikhochschule in Rom sogar das Baccalaureat verliehen worden ist. Schäffner ist also gewissermaßen Bachelor der Orgel- und Kirchenmusik.

Die festliche Eröffnung des Konzerts bildete die Suite für Trompete und Orgel von Theodor Schwartzkopff (1659 - 1732). Musikwerke aus Barock und Klassik namhafter Komponisten wie Antonio Vivaldi, Francesco Maria Veracini, Franz Xaver Schnizer, Johann Sebastian Bach sowie Ralph William Drifill setzten im weiteren Verlauf Akzente, bevor die Konzertveranstaltung mit Jean Baptiste Loeillets "Sonate C-Dur für Trompete und Orgel" ihren krönenden Abschluss fand.

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