Erstmals ist der Tag des Friedhofs auf zwei Tage verteilt. So beginnen die 4. Lichtenfelser Friedhofstage mit einer Informationsveranstaltung am Freitag, 13. Oktober, in der ehemaligen Synagoge und werden am Samstag, 14. Oktober, mit einer Führung auf dem Friedhof fortgesetzt.
Die Tage des Friedhofs sind ein Gemeinschaftswerk, an dem sich neben den Beschäftigten der Friedhofsverwaltung und den Stadtgärtnern auch gemeinnützige Organisationen wie der Hospizverein sowie heimische Firmen und Bestattungshäuser beteiligen.


Themen rund um den Tod

Am Freitag können sich die Besucher über Trauerbegleitung, Bestattungsvorsorgen, Patientenverfügung und viele weiteren Themen informieren. In der ehemaligen Synagoge werden ab 18 Uhr zunächst Bilder von den vergangenen Friedhofstagen gezeigt.
Für die musikalische Umrahmung sorgt das Flötenensemble des evangelischen Erwachsenenbildungswerkes unter der Leitung von Dorothea Lintzmeyer, ehe nach der Begrüßung durch den Bürgermeister Andreas Hügerich um 19.30 Uhr die Vorträge beginnen.
Angelika Seidel, die Leiterin des Friedhofsamtes, gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema "Bestattungen". Evelyn Kondruss, die Vorsitzende des Hospizvereins, informiert dann über die vielfältigen Aufgaben ihres Vereins und Margit Schreppel über Trauerhilfe für Kinder und Jugendliche. Für weitere Fachfragen stehen die teilnehmenden Firmen zur Verfügung. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.
Am Samstag steht der Friedhof im Mittelpunkt. Schließlich ist der Friedhof nicht nur ein Ort für unsere Verstorbenen sowie der Trauer, der Erinnerung und des Gedenkens, sondern auch ein Ort der Ruhe und Besinnung, aber auch der Begegnung. Gerade der Lichtenfelser Friedhof ist mit seinen unzähligen alten Bäumen und den blühenden Pflanzen auf den Gräbern eine naturnahe grüne Oase und bietet mit seinen vielen Sitzgelegenheiten die Möglichkeit zum Verweilen.


Bestattungskultur verändert sich

Am Samstag kann sich die Bevölkerung vor allem über die im Lauf der Zeit doch erhebliche Veränderung der Bestattungskultur informieren. So zeigen Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung bei zwei Führungen um 14 und 15 Uhr die Möglichkeiten der immer mehr zunehmenden Urnenbestattungen auf, etwa in Form von Urnenstelen für mehrere Grabstellen oder von Urnenfeldern, die mit Stelen, Kissen- oder Pultsteinen sowie mit eigener Bepflanzung gestaltet werden können oder in Gestalt der aktuell geplanten Grabart "Naturnahe Bestattung unter Bäumen". thi