Grub am Forst
grubamforst.inFranken.de  Beim Jedermannschießen gab es einen Ansturm, während die Beteiligung am Königsschießen "überschaubar" war.

Zwei Ritter an der Seite der Königin

Barbara Florschütz heißt die neue Schützenkönigin des Schützenvereins 1895 Grub am Forst. Im Rahmen des traditionellen Schützenfestes erfolgten neben der Proklamation der neuen Königshäuser auch die P...
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Grüber Königshaus (von links): Willi Holland, Maria Lessig, Schützenkönigin Barbara Florschütz, Joachim Welsch und Wilfried Schmidt  Fotos: Alexandra Kemnitzer
Grüber Königshaus (von links): Willi Holland, Maria Lessig, Schützenkönigin Barbara Florschütz, Joachim Welsch und Wilfried Schmidt Fotos: Alexandra Kemnitzer
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Barbara Florschütz heißt die neue Schützenkönigin des Schützenvereins 1895 Grub am Forst. Im Rahmen des traditionellen Schützenfestes erfolgten neben der Proklamation der neuen Königshäuser auch die Pokalvergabe sowie die Bekanntgabe der Volksregenten und die Ortsmeister-Ehrung.

Die neue Regentin hatte mit einem 172,4-Teiler den besten Schuss auf die Königsscheibe gesetzt und freute sich riesig über den Titelgewinn. "Beim Königsschießen ist immer Spannung und auch Überraschung mit dabei", erklärte Barbara Florschütz, die mit 30 Ringen auch den Damenpokal gewann. Ihr stehen als 1. Ritter Willi Holland (210,9-Teiler) und als 2. Ritter Wilfried Schmidt (280,8-Teiler) zur Seite.

Die Königskette kann Sara Schirmann für ein weiteres Jahr tragen. Mit einem 180,4-Teiler schoss sie sich erneut zur Jugendkönigin und holte sich mit 30 Ringen den Jugendpokal, während Felix Knoch (338,5-Teiler) 1. Jugendritter und Lorena Lessig (384,5-Teiler) 2. Jugendritterin ist.

Während Vorsitzende Maria Lessig von einer überschaubaren Teilnehmerzahl beim Königsschießen sprach, erfreut sich das Jedermannschießen nach wie vor großer Beliebtheit. "Die Grüber sind der Hammer und halten uns auf Trab", zollte sie der breiten Teilnehmerschar Respekt. Auch heuer konnte die Starterzahl erneut gesteigert werden. Neben 163 Teilnehmern stellten sich 29 Teams dem Wettbewerb. Die Vorsitzende betonte, dass die drei Schießtage ein angenehmer Stress für die Mitglieder gewesen seien, und hofft wie Schützenmeister Joachim Welsch, dass der Boom auch künftig anhält. Bürgermeister Jürgen Wittmann freute sich, dass die Mitglieder des Schützenvereins mit ihrem traditionellen Schützenfest bei den Besuchern ins Schwarze getroffen hätten. Ganz Grub stehe beim Schützenfest im Zeichen dieser Veranstaltung. Es bringe Farbe in den Alltag und sei Bestandteil der über die Jahrhunderte gewachsenen Kultur. Im Laufe der Jahre habe sich das Schützenfest entwickelt und auch Einflüsse von außen aufgenommen. "Die Kultur schmort nicht im eigenen Saft, sondern ist offen für Neues. Das Schützenfest vereint Brauchtum und gibt diesem immer wieder ein modernes Gesicht", sagte der Bürgermeister.

Im Rahmen des Jedermannschießens wurden auch die Volksregenten ermittelt. Beim Nachwuchs sicherte sich Luca Karsch (194,6-Teiler) den Titel. 1. Jugendritterin wurde Nina Muff (316,1-Teiler), während Sandra Fröhlich (341,0-Teiler) 2. Jugendritterin wurde. Zur Volkskönigin schoss sich Sandra Langner (87,1-Teiler). Christian Vohl (92,2-Teiler) sicherte sich den Titel des 1. Volksritters und Jens Barth (92,9-Teiler) den des 2. Volksritters. Die Pokalwertung führt Manfred Fechner (6,4-Teiler) vor Steffen Hübner (10,4-Teiler) und Christian Müller (12,0-Teiler) an. Die Mannschaftswertung entschied das Team "Schreinerei" (Josef Aue, Thomas, Elias, Kerstin Schreiner; 137,1-Teiler), vor "Die Renner-Wild-Schützen" (Manfred Fechner, Josef Weiß, Reinhold Schweidler, Heinrich Wolfert; 141,3-Teiler) und "Alle Neun 1" (Werner Kaiser, Karl-Heinz Nold, Dietrich Butzke; 173,5-Teiler).

Durchgeführt wurde außerdem ein Blasrohrschießen. Dieses gewannen in den jeweiligen Klassen: Helen Seckel (Jugend, Jahrgang 2005-2014), Andrea Gahn (Damen), Matthias Nemmert (Herren), Manfred Fechner (Senioren). 311 Jahre sind die "Renner-Wild-Schützen" zusammen alt, sie sind zwischen den Jahren 1991 und 1941 geboren und hatten - wie alle anderen Teilnehmer auch - viel Spaß am Wettbewerb.

Urkunden gab es für die jeweils drei Erstplatzierten der Ortsmeisterschaften. Die Urkunden überreichte der Sportbeauftragte der Gemeinde, Günter Peinelt, zusammen mit Vorsitzender Maria Lessig und Bürgermeister Jürgen Wittmann. Unterhaltungsmusik steuerten während des Festes die

Schorkendorfer Musikanten bei. Günter Peinelt dankte dem Schützenverein für die Durchführung der Ortsmeisterschaften. Hierfür hätten die Mitglieder viele ehrenamtliche Stunden geleistet. Alexandra Kemnitzer



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