Harsdorf
harsdorf.infranken.de  Einiges zu tun hatte der Kreisfeuerwehrverband bei seiner Mitgliederversammlung.

Zwei neue Fachbereiche bei der Wehr

Der Kreisfeuerwehrverband des Landkreises Kulmbach will seine Öffentlichkeitsarbeit intensivieren. Damit sollen in Zukunft die Mitgliedsfeuerwehren stärker ...
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Interessante Ausführungen machte der Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Bayreuths Kreisbrandrat Hermann Schreck (links), zu den Themen "Katastrophenschutz" und "Feuerwehr-Bedarfsplanung". Foto: Werner Reißaus
Interessante Ausführungen machte der Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Bayreuths Kreisbrandrat Hermann Schreck (links), zu den Themen "Katastrophenschutz" und "Feuerwehr-Bedarfsplanung". Foto: Werner Reißaus
Der Kreisfeuerwehrverband des Landkreises Kulmbach will seine Öffentlichkeitsarbeit intensivieren. Damit sollen in Zukunft die Mitgliedsfeuerwehren stärker unterstützt werden. Dazu wurde der Fachbereich "Öffentlichkeitsarbeit" gebildet, der von Yves Wächter aus Marktleugast besetzt wird. Mit der Brandschutzerziehung installierte Kreisvorsitzender Stefan Härtlein noch einen weiteren Fachbereich. Diese Aufgabe übernimmt künftig die Kommandantin der Feuerwehr Wüstenbuchau, Andrea Pfadenhauer-Wagner.
Interessant bei der Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes im Saal "Zur Tanne" waren vor allem die Aussagen vom Vize-Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes und Vorsitzenden des oberfränkischen Feuerwehrverbandes, Kreisbrandrat Hermann Schreck aus Bayreuth.


Nicht irgendein Hobby

In seinem Grußwort bezeichnete Bürgermeister Günther Hübner von der gastgebenden Gemeinde Harsdorf die Verbandsgründung als einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Feuerwehren im Landkreis Kulmbach: "Er kümmert sich nicht nur um den technischen Dienst, sondern auch um die Vereins- und Jugendarbeit. Das ehrenamtliche Engagement, gerade der Hilfsorganisationen kann gar nicht genug gewürdigt werden, schließlich geht es hier nicht um ein Hobby, sondern um die Rettung von Menschen, Tieren und Sachvermögen."
Dies bekräftigte auch Landrat Klaus Peter Söllner. "Ihr habt in den letzten Jahren viel erreicht und auf Landesebene für eine deutliche Verbesserung der Förderung gesorgt. Es ist ungeheuer wichtig, dass die Feuerwehren eine Lobby und auf Landesebene ein entsprechendes Sprachrohr haben." Landrat Klaus Peter Söllner verwies noch auf die jüngst vom Kreistag verabschiedeten Förderrichtlinien im Feuerlöschwesen, die seiner Meinung nach enorme Verbesserungen bringen und auch gerade die kleinen Feuerwehren nicht vergäßen.
Kreisbrandrat Hermann Schreck stellte die große Zuverlässigkeit des Kreisfeuerwehrverbandes Kulmbach mit Stefan Härtlein an der Spitze heraus. Der Katastrophenschutz habe einen Stellenwert wie seit 20 Jahren nicht mehr: "Man muss ganz klar sagen, die Herausforderungen für den Katastrophenschutz zu Friedenszeiten, aber auch im Verteidigungsfall sind heute aktueller denn je. Man geht davon aus, dass man sich für die Zukunft rüsten muss für Herausforderungen, die man in der Vergangenheit nicht gekannt hat." Derzeit werde eine feste Stelle für die Feuerwehren in Deutschland in Brüssel besetzt, "um dort auch frühzeitig das Ohr auf der Schiene zu haben, wenn Neuerungen, Herausforderungen, aber auch Vorhaben angegangen werden, die uns im nationalen Recht betreffen."


Der falsche Weg

Eine solche Maßnahme, die Deutschland nicht gefalle und nicht mehr verhindert werden kann, sei aktuell in Umsetzung. Schreck sprach damit die Tatsache an, dass die EU eine eigene kämpfende Truppe für den Katastrophenschutz, gegebenenfalls auch mit bezahlten Kräften, vorhalten will. Der Feuerwehrverband sei der Meinung, dass dies der völlig falsche Weg sei.
In seinem Bericht ging Kreisvorsitzender und Kreisbrandrat Stefan Härtlein besonders auf die Internetseite ein, die komplett auf die Plattform des Landesfeuerwehrverbandes umgesetzt wurde. Hier konnte Oliver Baaske für die Pflege der Homepage gewonnen werden. Die nächste Mitgliederversammlung findet am 28. Januar 2019 in Rugendorf statt. Werner Reißaus
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